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Deep-Learning-Umsatzanstieg von 1.400 % – weshalb das Tesla zum weltgrößten Konzern machen könnte, und wo der E-Pionier noch dominiert

Der globale Markt für Deep Learning soll bis zum Jahr 2037 von 2 Billionen US-Dollar auf 30 Billionen Dollar ansteigen, was einem Umsatzanstieg von 1.400 Prozent gleichkäme, so Prognosen von Ark Invest. Was dies mit Tesla zu tun hat, und in welchen Segmenten der E-Pionier aktuell schon die Konkurrenz aussticht, das geht aus einer neuen Infografik von Wette.de hervor. 

Tesla ist weit mehr als nur ein Autohersteller. Wie die Infografik aufzeigt, ist das Unternehmen unter anderem auch im Bereich der Energieerzeugung und Speicherung aktiv. In diesem Segment stieg der Umsatz seit 2016 um knapp 1.000 Prozent auf nahezu 2 Milliarden US-Dollar im Corona-Krisenjahr 2020. Tesla verkauft Stromspeicher und Solardächer, und greift mit einem ersten Tarif für Ökostrom nun auch den deutschen Energiemarkt an. Doch damit nicht genug – weitaus wichtiger könnte der Bereich Deep Learning werden.

Tesla hat mit Dojo ein Trainingszentrum für neuronale Netze gegründet, Anwendungen sind in unterschiedlichen Bereichen denkbar, darunter bei Autos, Robotern, Drohnen, Internetdienstleistungen und weitere. Das Ziel ist es, die weltweit schnellste KI-Trainingsmaschine zu bauen. Bereits heute landet Tesla bei einem Ranking nach Marktkapitalisierung auf dem weltweit sechsten Platz. Aufgrund des gigantischen Potenzials des KI-Marktes sowie Teslas Entwicklungsstand erachten es einige Marktbeobachter für realistisch, dass Tesla eines Tages das wertvollste Unternehmen der Welt ist.

Teslas Erfolge

Doch auch jenseits vom Energiemarkt sowie wachstumsstarken Zukunftsmärkten hat Tesla dieser Tage beeindruckende Zahlen vorzuweisen. So wurden 2020 55,9 Prozent mehr Teslas in Deutschland zugelassen, als im Vorjahr. Bei den deutschen Premiumherstellern BMW war ein Rückgang von 13,7 Prozent zu verzeichnen, bei Volkswagen waren es sogar 21,3 Prozent weniger Neuzulassungen.

Auch bei der Akkutechnologie ist Tesla der Konzern der Superlative. Bei einer Rangliste der E-Autos mit größter Batterie-Reichweite landen auf den ersten beiden Plätzen Tesla Modelle (Model X 100D sowie Model 3 Longe Range AWD). Erst an dritter Stelle befindet sich mit dem Porsche Taycan 4S Performance Plus ein deutsches Fahrzeug, so Daten des ADAC Ecotest. Ebenfalls auf dem ersten Platz landet Tesla gemäß einer Umfrage, konkret das Tesla Model 3, bei der Zufriedenheit der Elektroauto-Fahrer.

In puncto Elektromobilität konnten die Mitbewerber von Tesla zwar zuletzt durchaus Erfolge verbuchen. Dennoch profitiert Tesla womöglich wie kein zweites Unternehmen von dem Trend hin zu E-Fahrzeugen. Doch während die Mehrheit Tesla noch als Autohersteller wahrnimmt, vollzieht der Konzern längst schon eine Transformation hin zum KI-Unternehmen, das sich in unterschiedlichen Märkten signifikante Anteile sichern könnte.

Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

Über Raphael Lulay

Politikwissenschaftler, Journalist. In meinen Arbeiten befasse ich mich mit aktuellen Entwicklungen rund um die Themen Technologie, Finanzen, Wirtschaft und Wissenschaft.