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Jugendschutz und Sportwetten: Ab welchem Alter sind Sportwetten erlaubt?

Nicht nur zu Zeiten großer Sportturniere sind Sportwetten oder Fußball Wetten äußerst populär. Für zahlreiche Sportfans hat die Wette einen besonderen Reiz, denn sie kann den Nervenkitzel beim Zuschauen noch erhöhen. Allerdings hat sich die Hemmschwelle entsprechend verkleinert. Was Jugendliche beim Thema Jugendschutz und Sportwetten beachten müssen, lesen Sie hier.

Was besagt das Jugendschutzgesetz und wie wird es umgesetzt?

Das Jugendschutzgesetz verbietet es Jugendlichen unter 18 Jahren, an Sportwetten teilzunehmen. In der Regel verlangen Online-Buchmacher einen Nachweis über die Volljährigkeit. Diese Identifikation erfolgt z. B. über den Personalausweis, der vom Spieler eingescannt werden muss. Die Eingabe der Personalausweisnummer kann ebenfalls Teil des Nachweisprozesses sein. Stellt sich heraus, dass der Spieler nicht volljährig ist, darf dieser schließlich nicht an der Wette teilnehmen und der Wettanbieter kann das Spielerkonto sogar vollkommen sperren lassen.

Jugendschutz und Sportwetten - das sollten Jugendliche beachten

Bild: Jacob Ufkes / Unsplash

Online Sportwetten und Jugendschutz: Welche Vorbeugungsmaßnahmen können Eltern ergreifen?

Auch für Buchmacher lohnt sich der Jugendschutz, schon allein, weil Sie durch das Übernehmen sozialer Verantwortung ihre Seriosität unter Beweis zu stellen. Bookies, die sich um das Wohl ihrer Spieler kümmern, wirken generell vertrauenswürdiger. Daher legen Online-Buchmacher Wert darauf, den Jugendschutz zu beachten und Spieler unter 18 Jahren von Online Sportwetten auszuschließen.

Für Eltern gibt es ebenfalls Möglichkeiten, Ihre Kinder davor zu schützen, versehentlich die Welt der Online-Wetten zu betreten. Besonders auf Jugendliche kann diese durchaus einigen Reiz ausüben.

  • Filter- und Sperrprogramme, die individuelle Seiten vor dem Zugriff von Kindern schützen. Allerdings lassen sich auch nicht alle Webseiten sperren und Filtersoftware lässt sich umgehen, sollten Jugendliche entsprechende technische Fertigkeiten erlangen.
  • Damit Teenager trotzdem nicht ihr Taschengeld verlieren, müssen Eltern gut aufpassen und mit ihnen offen über das Thema reden. Dabei sollten die Gefahren des Wettspiels nicht ausgeklammert werden. Auf diese Weise können Jugendliche eine gesunde und verantwortungsbewusste Beziehung zu Geld und Wetten aufbauen und erst damit anfangen, wenn sie eine gewisse geistige Reife erlangt haben.

Warum ist der Jugendschutz bei Online-Sportwetten wichtig?

Die Bereitschaft zur Wette und zum Risiko ist bei Kindern und Jugendlichen wesentlich höher als bei Erwachsenen. Das heißt nicht, dass Erwachsene vor unüberlegten Entscheidungen gefeilt sind, allerdings fehlt jungen Menschen ein klarer Blick und die Erfahrung, um die Risiken einer Wette abschätzen zu können. Sobald Jugendliche den Reiz des Gewinns einmal oder mehrere Male erlebt haben, möchten sie diesen auch nicht so schnell wieder aufgeben, sondern so oft wie möglich genießen.

Schnell kann sich daraus eine Gewohnheit und im schlimmsten Fall ein unkontrollierbares Suchtverhalten entwickeln, das schwer wieder eingeschränkt werden kann. Insbesondere Kinder und Jugendliche sind für Gewohnheiten anfällig, die sie den Rest ihres Lebens begleiten können, da sie sich noch in der Entwicklung befinden. Im ungünstigsten Fall hat die Spielsucht nicht nur tragische Konsequenzen für die Finanzen, sondern auch auf die sozialen und zwischenmenschlichen Beziehungen. Spätestens wenn das Wettspiel wichtiger wird als Freunde und Verwandte, sollten Betroffene die Notbremse ziehen und professionelle Hilfe suchen.

Natürlich kann immer mehr getan werden, wenn es um Jugendschutz bei Sportwetten geht. Wichtig ist aber vor allem, dass die Öffentlichkeit und Eltern das Thema nicht tabuisieren. Nicht alle Buchmacher kontrollieren das Alter ihrer Spieler bzw. setzen das Jugendschutzgesetz rigoros durch. Insbesondere Trittbrettfahrer aus dem Ausland befinden sich häufig in einer rechtlichen Grauzone. Umso wichtiger ist es, dass Eltern wachsam bleiben und einen ehrlichen Dialog mit ihren Kindern suchen.

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