Null Punkte nach drei Spieltagen, ein 0:5-Debakel beim SC Freiburg und ein Tabellenkeller, den sich Borussia Mönchengladbach aktuell nur mit dem HSV teilt – die Fohlen stehen wieder einmal am Scheideweg. Am Sonntag zog der Klub die Konsequenz und trennte sich von Cheftrainer Eugen Polanski.
Für die Nachfolge ist man am Niederrhein offenbar zu einem finanziellen Wagnis bereit: Laut Bild soll Gladbach-Boss Rouven Schröder für die Trainersuche ein Budget von rund vier Millionen Euro zur Verfügung haben – Geld, das im Zweifel auch für eine Ablöse fließen könnte.
Kompakt: Die Ausgangslage bei Borussia
| Kennzahl | Wert |
|---|---|
| Punkte nach 3 Spieltagen | 0 |
| Letztes Ergebnis | 0:5 bei SC Freiburg |
| Mögliches Trainerbudget (laut Bild) | ca. 4 Mio. Euro |
| Nächster Bundesliga-Gegner | 1. FSV Mainz 05 |
Vier Millionen Euro als Verhandlungsmasse
Ein Budget in dieser Größenordnung würde die Möglichkeiten bei der Trainersuche deutlich erweitern. Gladbach könnte damit auch Kandidaten in Betracht ziehen, die aktuell noch anderswo unter Vertrag stehen und sich nur gegen eine Ablösezahlung freikaufen lassen. Wie sich die Wettmärkte rund um die kommenden Bundesliga-Partien auf eine mögliche Trainerentscheidung einstellen, dürfte sich in den kommenden Tagen zeigen.
Ganz unbegründet ist die Skepsis der Fanszene nicht. Schon einmal legte der Verein eine ordentliche Summe auf den Tisch, um einen Wunschkandidaten zu verpflichten – mit überschaubarem Ertrag. Für Adi Hütter zahlte Gladbach seinerzeit 7,5 Millionen Euro Ablöse an Eintracht Frankfurt, ausgehandelt vom damaligen Sportchef Max Eberl. Hütter blieb nur ein Jahr und kam auf einen mageren Punkteschnitt von 1,38 – dann war er wieder weg, das Geld gleich mit.
Schröder entscheidet nicht allein
Anders als beim Hütter-Deal liegt die Entscheidung diesmal nicht allein bei Schröder. Unterstützt wird er vom zurückgekehrten Roland Virkus, zudem müssen alle Ansätze zur Trainerfrage laut Primärbericht über die Tische von Finanzchef Stefan Stegemann und Markus Aretz laufen, bevor Gladbach eine mögliche Ablöse überhaupt in Aussicht stellen kann. Wie sich die Ausgangslage der Saison insgesamt liest, ordnet die Bundesliga-Saisonvorschau ein.
Ausblick: Mainz als erster Prüfstein
Sportlich bleibt die vakante Cheftrainerposition das zentrale Thema am Niederrhein, bis eine Entscheidung fällt. Bis dahin muss die Mannschaft ihren Weg finden – der nächste Härtetest wartet bereits im nächsten Pflichtspiel der Fohlen, wo sich zeigen wird, ob das Team unter Interimsregie zumindest Stabilität zurückgewinnt, bevor der nächste Chefcoach seinen Dienst antritt.