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Nach dem 0:7-Debakel: Frankfurt macht Atubolu zur Wunschlösung

Dennis Buchbauer
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Ein 0:7 im Test kurz vor dem Pflichtspielstart hinterlässt Spuren – und offenbar auch Konsequenzen auf dem Transfermarkt. Eintracht Frankfurt beschäftigt sich intensiv mit einer Verpflichtung von Noah Atubolu, dem Torhüter des SC Freiburg. Hier läuft was, und zwar deutlich schneller als noch vor zwei Wochen.

Der 24-Jährige wollte den Breisgau ohnehin verlassen. Sein eigentliches Ziel war die Premier League, doch ein Wechsel auf die Insel ist bislang nicht zustande gekommen. Genau in diese Lücke stößt jetzt Frankfurt.

Ein Torwartwechsel drei Wochen vor Saisonstart ist immer ein Risiko, aber ein 0:7 ist auch ein Argument. Für Wetten auf Frankfurt heißt das: erst die Kaderklärung abwarten, dann die Über-Tore-Märkte neu bewerten.

Sportwettenexperte & Autor
Dennis Buchbauer

Warum Frankfurt handeln muss

Die Torwartfrage ist bei der Eintracht seit Wochen das größte offene Thema. Die klare Testspielniederlage hat die Debatte nicht ausgelöst, aber sie hat sie beschleunigt. Wer sieben Gegentore kassiert, diskutiert anschließend nicht nur über die Abwehrkette.

Sportvorstand Markus Krösche gilt als jemand, der solche Situationen schnell und pragmatisch löst. Atubolu ist dabei die naheliegende Variante: 24 Jahre alt, 94 Bundesligaspiele, DFB-Perspektive und – entscheidend – ein Spieler, der seinen aktuellen Klub verlassen möchte. Diese Konstellation ist auf dem Torwartmarkt selten.

Berichten zufolge befindet sich die Sache aktuell noch in einem frühen Stadium. Frühe Stadien haben im August allerdings die Angewohnheit, binnen weniger Tage sehr konkret zu werden. Der Transfermarkt schließt am 1. September.

Der Preis ist das Problem

Freiburg soll bis zu 20 Millionen Euro aufrufen. Der Marktwert des Keepers liegt bei rund 25 Millionen Euro – eine Zahl, die vor allem aus der Zeit stammt, als ein Premier-League-Wechsel als sicher galt. Genau darauf dürfte Krösche in den Verhandlungen abzielen.

Denn die Ausgangslage hat sich gedreht. Ein Spieler, der weg will und dessen Wunschziel weggebrochen ist, verliert innerhalb weniger Wochen an Verhandlungsmacht. Freiburg wiederum kann sich einen Torwart, der mit dem Kopf schon woanders ist, ebenfalls nur begrenzt leisten.

Ein Bundesliga-interner Wechsel bringt zudem eine eigene Dynamik mit sich. Freiburg müsste den eigenen Keeper an einen direkten Konkurrenten im Rennen um die europäischen Plätze abgeben. Das erhöht den Preis erfahrungsgemäß eher, als dass es ihn senkt.

Vom Premier-League-Traum zur Bundesliga-Lösung

Atubolu hatte sich früh im Sommer entschieden, den Sport-Club zu verlassen. Nach über 90 Bundesligaeinsätzen und einer Entwicklung, die ihn bis in den erweiterten Kreis der Nationalmannschaft geführt hat, wollte er den nächsten Schritt gehen – und der sollte nach England führen.

Passiert ist bislang nichts. Die englischen Klubs haben ihre Torwartpositionen entweder anders gelöst oder scheuen die aufgerufene Summe. Zwischenzeitlich wurde auch Interesse aus Italien kolportiert, konkret geworden ist ebenfalls nichts.

Damit steht der Keeper vor einer Entscheidung, die viele Spieler im letzten Drittel eines Transferfensters treffen müssen: Bleiben und ein weiteres Jahr abwarten – oder die Variante nehmen, die tatsächlich auf dem Tisch liegt. Frankfurt ist sportlich kein Rückschritt, im Gegenteil.

Was bei einem Vollzug passiert

Kommt der Deal, hätte Frankfurt seine Nummer eins für die nächsten Jahre gefunden und eine der auffälligsten Schwachstellen der Vorbereitung geschlossen. Atubolu gilt als stark auf der Linie und mitspielstark – ein Profil, das zu einer Mannschaft passt, die hoch verteidigen will.

Für Freiburg würde die Verpflichtung eines neuen Stammtorhüters zur Priorität. Drei Wochen vor Transferschluss ist das kein leichtes Unterfangen, entsprechend gut überlegt dürfte der Klub vorgehen.

Der Wettblick auf beide Klubs

Torhüterwechsel gehören zu den unterschätzten Faktoren bei Saisonwetten. Buchmacher kalibrieren Über-/Unter-Märkte und Zu-Null-Quoten stark über die erwartete Gegentorzahl, und die hängt maßgeblich am Mann zwischen den Pfosten. Ein Wechsel dieser Größenordnung verschiebt beide Klubs gleichzeitig – Frankfurt nach oben, Freiburg tendenziell nach unten.

Wer früh positioniert sein will, sollte die Meldungen der kommenden Tage eng verfolgen. Erfahrungsgemäß reagieren die Märkte bei bestätigten Medizinchecks binnen Stunden. Gerade Anbieter, die neu im Markt sind, öffnen Saisonwetten oft aggressiver als die etablierten Häuser.

Dennis Buchbauer

Hi, ich bin Dennis – Experte für Predictive Analytics und Sportwetten. Seit über 10 Jahren beschäftige ich mich intensiv mit Sportwetten und der Frage, wie sich Daten in fundierte Vorhersagen verwandeln lassen. Auf Wette.de bin ich für die Testberichte sowie die Sportwetten-Strategien zuständig. Jeden Wettanbieter teste ich aus echter Spielersicht – ich schaue mir nicht nur die Webseite an, sondern wette tatsächlich selbst. Mein Hintergrund in Consumer Behavior Prediction und Event Forecasting fließt dabei direkt in meine Analysen und Wetttipps ein.