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Rekord während Pandemie: Aktienhandelsvolumen 59 Billionen US-Dollar höher als im Vorjahr, Deutsche besonders von ETFs angetan

Weltweit wurden im Corona-Krisenjahr 2020 sage und schreibe 185 Billionen US-Dollar mit dem Aktienhandel umgesetzt. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem Anstieg von 59 Billionen Dollar bzw. knapp 47 Prozent, wie aus einer neuen Infografik von Wette.de hervorgeht. Indes liefert die Erhebung auch ein genaueres Bild von den Anlagepräferenzen der Deutschen. 

Bis 2020  markierte das Jahr 2015 den Rekord in puncto Aktienhandelsumsatz. Dieser belief sich auf 148 Billionen Dollar. Die hohen Volatilitäten im Angesicht der Pandemie ließ nicht nur bestehende Aktionäre Portfolios umstrukturieren, sondern lockten vor allem auch Neuanlegerinnen und Neuanleger auf den Plan.

Wie die Infografik aufzeigt, stehen insbesondere ETFs hoch im Kurs bei den Deutschen. Während 2019 noch 1,6 Millionen Bundesbürger ausschließlich in Fonds/ETFs investierten, waren es im Folgejahr bereits 2,3 Millionen. Der Anstieg schlägt mit 44 Prozent zu Buche. Bei denjenigen, die ausschließlich in Aktien investieren, gab es bei besagtem Zeitraum einen Anstieg von 2,6 Millionen auf 3 Millionen, was einem Plus von 15 Prozent entspricht. Nach wie vor setzt allerdings die große Mehrheit auf eine Mischung der Anlageklassen.

Aktienkultur

Doch obwohl die Wertpapieranlage in Deutschland im Kommen ist, ist die Aktionärsquote nach wie vor verhältnismäßig gering, vergleicht man diese beispielsweise mit den USA, wo jeder vierte Bürger im Besitz von Aktien ist. Für einige besonders problematisch: 70 Prozent der im DAX enthaltenen Aktien befinden sich in ausländischem Besitz, so Daten der Deutsche Börse Group. Sollte die aktuelle Entwicklung weiter fortgeführt werden, könnte sich an diesem Verhältnis allerdings etwas verändern. Bezeichneten im Jahr 2018 lediglich 29 Prozent der Deutschen die Aktie als eine gute Geldanlage, sind es zwei Jahre später bereits 34 Prozent. Im Gegenzug sank der Anteil derer, welche Aktien als Spekulationsobjekt bezeichnen von 48 auf 41 Prozent.

Im medialen Diskurs ist häufig davon die Rede, dass der Börsenhandel schnelllebiger wird – etwas, dass sich bei der durchschnittlichen Haltedauer von Aktien jedenfalls nicht widerspiegelt. Gemäß der World Federation of Exchange lag diese im Jahr 2020 im Mittel bei 0,6 Jahren: derselbe Wert wie bereits 2010 und 2000. Große Unterschiede treten unterdessen bei einem Vergleich mit 1980 zutage: dort hielten die Anlegerinnen und Anleger die Wertpapiere im Durchschnitt noch 9,7 Jahre im Depot, ehe sie diese veräußerten.

Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

Über Raphael Lulay

Politikwissenschaftler, Journalist. In meinen Arbeiten befasse ich mich mit aktuellen Entwicklungen rund um die Themen Technologie, Finanzen, Wirtschaft und Wissenschaft.

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