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Wetten auf Poker Turniere: Wie sinnvoll ist das?

Das Kartenspiel Poker erfreut sich auch hierzulande äußerst großer Beliebtheit. Auch in Deutschland finden inzwischen riesige Poker Turniere statt und vereinzelt gibt es Wettanbieter, die dem Sportwetter auch auf dieses Spiel das Abgeben einer Wette erlauben. Doch wie sieht es dabei mit den Gewinnchancen aus, schließlich gilt Poker, anders als Tennis, Fußball oder Eishockey, als Glücksspiel und daher sind Gewinne in diesem Bereich sehr unwahrscheinlich. Oder gibt es doch ein System? Schließlich geistern immer wieder die gleichen Namen von bekannten und erfolgreichen Spielern durch die sozialen Netze – was also ist dran an diesem Spiel, dass bereits Thema in zahlreichen Wild-West Filmen war?

Poker Turniere: Die Geschichte

Beim Poker und auch bei einer normalen Ausgabe der Poker Turniere handelt es sich um eine Familie von Kartenspielen, die im Normalfall mit Pokerkarten des anglo-amerikanischen Blatts zu 52 Karten gespielt wird. Mit Hilfe von 5 Karten bilden die Spieler ihre „Hand“ und setzen ohne Kenntnis von der „Hand“ des Gegners zu haben Beträge auf das eigene Blatt in der Hoffnung, das bessere zu haben. Nach und nach scheiden die Spieler aus, die nicht mehr mitbieten wollen, da sie offenkundig das schwächere Blatt haben. Den „Pot“ gewinnt der letzte verbliebene Spieler oder derjenige, mit den besten Handkarten. Es gibt eine Vielzahl von unterschiedlichen Spielvarianten, die sich auf das Blatt, die Karten und die Art und Weise des Bietens auswirken. So gibt es beispielsweise

  • Texas Hold’em
  • Omaha Hold’em
  • Stud Poker
  • Draw Poker
  • Pai Gow Poker
  • Easy Poker

Anfang der 1970er Jahre erlebte der Poker einen großen gesellschaftlichen Boom, damals begann die World Series of Poker. Seitdem auch online gepokert werden kann, gibt es eine Vielzahl von Spielern, die immer wieder ihr Glück bei diesem Spiel versuchen.

Der Bluff – die psychologische Komponente des Spiels

Der Bluff ist wohl die bekannteste Strategie beim Spielen. Es bedeutet nichts Anderes, als dass ein Spieler durch hohe Einsätze versucht vorzugaukeln, er haben ein sehr starkes Blatt auf der Hand – in Wahrheit hat er aber dieses nicht. Er will damit erreichen, dass die anderen Spieler alle aufgeben und er somit den Pot sein Eigen nennen darf. Sehr viel wichtiger ist allerdings die Beobachtung der anderen Spieler. Ein Vollprofi

  • beobachtet das Setz- und Spielverhalten und das Tempo, mit der die Gegenspieler Entscheidungen treffen
  • Das Verhalten der Spieler wird ebenfalls beobachtet und ist sehr wichtig: Ein langes Betrachten der Karten sei ein Zeichen für ein starkes Blatt
  • Ob ein Spieler nervös ist, sagt ebenfalls viel über das zu erwartende Blatt aus
  • Hier spielen die Körperhaltung, die Augen, das Gesicht und die Hände eine große Rolle

Beim Online Poker ist es natürlich völlig unmöglich, den Gegner im Spiel zu beobachten – was gleichzeitig der größte Nachteil dieses Formats ist. 

Erfolgreiche Pokerspieler – eine Wette wert?

Immer wieder hören wir von erfolgreichen Pokerspielern, die vermeintlich die besten Spieler der Welt sein sollen. Doch wie kann das sein bei einem Spiel, dass maßgeblich vom Kartenglück abhängt? Es natürlich schwer oder gar unmöglich zu beurteilen, wer der weltbeste Spieler ist. Denn kein Spieler kann zu jeder Zeit perfekt spielen und bisher ist es auch nicht gelungen eine mathematische Analyse von Pokerspielen vorzunehmen, um eine gute Entscheidung bei einem Spiel vorauszusagen. Eine kleine Anzahl von Spielern hat es über die Jahre geschafft, durch besonders gute Leistungen auf sich aufmerksam zu machen.

  • David „Chip“ Reese, der eins der renommiertesten Pokerturniere gewinnen konnte, bei dem fünf Pokervarianten im Wechsel gespielt wurden
  • Phil Hellmuth ist bei der World Series of Poker mit insgesamt 14 Turniersiegen zwischen 1989 und 2012 der erfolgreichste Spieler dieser Serie
  • Daniel Nagreanu gilt als der reichste Turnierspieler, er konnte während seiner Karriere 30 Millionen Dollar gewinnen

Diese Namen werden vor allem von der Glücksspielindustrie immer wieder als Werbung benutzt, um neue und unerfahrene Spieler davon zu überzeugen, dass mit diesem „Sport“ viel Geld zu gewinnen ist. Allerdings zeigen die Jahre 2002, 2003, 2004, 2005 und 2006 beim Main Event der World Series of Poker, dass auch auf die Profis nicht immer Verlass ist, denn diese Turniere wurden jeweils von Amateuren gewonnen. Somit ist das Wetten selbst auf bekannte Namen im Pokerbereich sehr risikoreich und unserer Meinung nach wenig sinnvoll.

Sportwetten auf Poker sind keine gute Idee

Es ist also offenkundig, dass es sich beim Poker hauptsächlich um ein reines Glücksspiel handelt. Wer dennoch darauf wetten will, könnte auch ebenso gut mitpokern – die Gewinnchancen sind ähnlich hoch. Der erfahrene Sportwetter, der sich wenn es um Fußball, Tennis oder Boxen geht, auf einschlägigen Internetseiten erschöpfend mit Statistiken, Zahlen, Daten und Fakten versorgen kann, der wird dies beim Pokern vermissen. Denn über die meisten Spieler ist so gut wie nichts bekannt. Und während man beim Fußball oder Eishockey während des Spiels sehr gut einschätzen kann, wie es gerade läuft, um vielleicht die eine oder andere lukrative Livewette zu spielen, ist die beim Poker nicht möglich. Niemand kann wirklich sehen, wie es in einem Pokerspieler aussieht, was er auf der Hand hat oder was er als nächstes tun wird. Wir raten daher von Wetten in diesem Bereich ab, der Aufwand ist viel zu groß und die Gewinne sind nicht besonders vielversprechend. Dann lieber beim Vertrauten bleiben, Sportwetten auf Fußball, Tennis, Boxen, Eishockey oder Randsportarten wie Rugby – hier haben wir zumindest die Chance, die Gewinnchancen der einzelnen Akteure der Poker Turniere realistisch einzuschätzen.

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