Flutlicht am Neckar, die Champions-League-Hymne im leicht umgebauten Stadionrund, ein Comeback nach einem Jahr Wartezeit: Stuttgart ist zurück in der Königsklasse und eröffnet vor eigenem Publikum gegen den norwegischen Klub Viking FK Stavanger. Ein Dreier zum Auftakt könnte für den VfB früh die Weichen in Richtung Ligaphasen-Erfolg stellen, wie die Auslosung zur Champions-League-Saison 2026/27 bereits andeutete.
Hintergrund: Stuttgarts Rückkehr und der Auftaktgegner
Nach einem Jahr in der Europa League spielt der VfB Stuttgart wieder in der Champions League und hat sich für die Ligaphase ein durchaus reizvolles Programm zugelost. Neben schweren Losen wie Atlético Madrid und Inter Mailand stehen auch machbarere Aufgaben gegen Slovan Bratislava und den Club Brügge auf dem Zettel.
2024/25 hatte es für Stuttgart denkbar knapp nicht gereicht: Drei Siege standen am Ende zu Buche, ein einziger Punkt fehlte zum Einzug in die Playoffs. Diese Erfahrung dürfte im Hinterkopf mitschwingen, wenn der VfB nun gegen einen komplett neuen Gegner startet – es ist das erste Pflichtspiel-Duell überhaupt zwischen beiden Vereinen.
Für Viking Stavanger ist der Auftritt in Cannstatt erst die zweite Champions-League-Teilnahme der Vereinsgeschichte. 1992/93 traf man in der ersten Runde auf den FC Barcelona und verkaufte sich teuer, ehe die Reise dennoch endete. Aktuell steht Stavanger in der norwegischen Eliteserien auf Rang zwei, drei Punkte hinter Bodø/Glimt, und ist seit Mitte August in der Liga ungeschlagen. Den Weg in die Ligaphase ebnete ein Playoff-Erfolg gegen Dinamo Zagreb: 2:2 in Kroatien, anschließend ein 3:1 im Rückspiel vor heimischem Publikum.
| Kategorie | Stuttgart | Stavanger |
|---|---|---|
| Ausgangslage | 3 Siege in CL-Ligaphase 2024/25, 1 Punkt fehlte zu Playoffs | Rang 2 in der Eliteserien, 3 Punkte Rückstand auf Bodø/Glimt |
| Form | Rückkehr nach einem Jahr Europa League | Ungeschlagen seit Mitte August in der Liga |
| Weg in die Ligaphase | Direkte Qualifikation über die Bundesliga-Platzierung | Playoff-Sieg gegen Dinamo Zagreb (2:2 auswärts, 3:1 zuhause) |
Interesse am Duell weckt in Stuttgart auch die Frage nach der Aufstellung: Nach der Entscheidung um die neue Kapitänsbinde wird genau beobachtet, wie Trainer Sebastian Hoeneß seine Startelf für das Königsklassen-Comeback zusammenstellt – Details dazu liefert der Beitrag zu Deniz Undav als neuem VfB-Kapitän.
Ausblick: Ziel Playoffs
Der VfB geht seine Aufgaben mit Respekt, aber auch mit klaren Ambitionen an. Das erklärte Ziel lautet, in dieser Spielzeit über den Januar hinaus in der Champions League vertreten zu bleiben – ein Vorhaben, für das ein Heimsieg gegen Stavanger direkt zum Auftakt den passenden Grundstein legen würde.
Vereinschef Alexander Wehrle hatte nach der Auslosung auf die weiteren Reisen der Ligaphase verwiesen, etwa nach Mailand und Istanbul, die Fans in großer Zahl begleiten dürften. Zunächst aber steht die norwegische Hürde in Cannstatt, bei der Stuttgart trotz spürbarem Rückenwind aus der Liga gewarnt sein sollte: Eine Mannschaft, die seit Wochen ungeschlagen ist und sich gegen Zagreb behauptet hat, kommt nicht als reiner Punktelieferant nach Baden-Württemberg.
Laut bundesliga.com peilt der VfB nun den ersten Saisonsieg in dieser Champions-League-Kampagne an.