Zwei Tage nach dem 1:1 gegen Fürth herrschte im VfL-Trainingszentrum Klarheit statt Hoffen: Oliver Olsen fällt wochenlang aus. Der VfL Bochum bestätigte offiziell eine muskuläre Verletzung im Oberschenkelbereich bei seinem etatmäßigen Rechtsverteidiger, der zuvor in sämtlichen Pflichtspielen der Saison in der Startelf gestanden hatte. Für das letzte Spiel vor der Länderspielpause in Hannover dürfte deshalb erneut Neuzugang Sean Klaiber rechts hinten verteidigen.
Damit reiht sich Bochum in eine Reihe von Bundesliga-Klubs ein, die aktuell mit spürbaren Personallücken zu kämpfen haben. Auch Schalke 04 und RB Leipzig meldeten zuletzt Ausfälle, die die kommenden Wochen prägen dürften – wenn auch mit unterschiedlichem Bestätigungsgrad.
| Spieler | Verein | Diagnose | Voraussichtlicher Ausfall |
|---|---|---|---|
| Oliver Olsen | VfL Bochum | Muskuläre Verletzung im Oberschenkel | Mehrere Wochen |
| Dejan Ljubicic | FC Schalke 04 | Knieverletzung, Kreuzbandriss laut Bild ausgeschlossen | Mindestens ein Monat |
| Assan Ouedraogo | RB Leipzig | Erneute Schulterverletzung | Mehrere Wochen, Diagnose offen |
Bochum: Rechtsverteidiger-Position seit Wochen ein Problemfeld
Schon gegen Fürth musste Uwe Rösler kurzfristig umstellen, weil Olsen angeschlagen fehlte – die Diagnose kam erst zwei Tage später. Klaiber war eigentlich als Reaktion auf die schwere Sprunggelenksverletzung von Jean-Manuel Mbom kurz vor Transferschluss geholt worden, nun wird der 32-Jährige zum gesetzten Stammspieler auf der rechten Bahn.
Zusätzlich verschärfte sich die Lage während der Partie selbst: Gerrit Holtmann musste nach rund 30 Minuten angeschlagen raus, Mats Pannewig sah Gelb-Rot. Rösler brachte die Situation nach Abpfiff auf den Punkt: „Ich bin bekümmert, dass wir jetzt sieben oder acht Spieler haben, die nicht spielen können. Wir müssen uns für Hannover etwas einfallen lassen und alles, was geht, in die Waagschale werfen.“ Bei Holtmann liegt laut Verein keine strukturelle Verletzung vor, ein Trainingseinstieg in den nächsten Tagen ist möglich – ähnlich wie zuletzt bei Bayerns Ausfall von Jamal Musiala zeigt sich, wie schnell einzelne Personalfragen ganze Aufstellungspläne verändern können. Wie stark ein dezimierter Kader eine Partie beeinflussen kann, war zuletzt auch beim BVB-Ausfall von Schlotterbeck und Can zu beobachten.
Schalke ohne Ljubicic, Leipzig zittert um Ouedraogo
Auch bei Schalke 04 gibt es Grund zur Sorge: Laut Bild-Angaben, wie 90min berichtet, fällt Dejan Ljubicic nach einer Knieverletzung, die er sich beim 3:1-Sieg in Berlin bei einem geblockten Torschuss zuzog, mehrere Wochen aus. Ein Kreuzbandriss konnte demnach ausgeschlossen werden, eine offizielle Diagnose des Klubs steht laut Bericht aber noch aus – Junior Dina Ebimbe übernimmt vorerst seine Position, unter anderem im nächsten Duell gegen die personelle Bewertung von Schalke-Spielen relevant.
In Leipzig sorgt derweil Assan Ouedraogo erneut für Kopfzerbrechen. Nach nur rund 35 Minuten musste der Mittelfeldspieler beim 5:0 gegen den HSV verletzt raus – laut Sky Sport, zitiert über 90min, vermutet Trainer Martin Demichelis dieselbe Schulterproblematik wie zuvor. Demichelis kommentierte laut Sky Sport: „Ich glaube schon, dass es die gleiche Verletzung ist. Es sieht nicht gut aus. Wir brauchen ihn. Er ist ein brutales Talent, für Deutschland und unseren Verein.“ Eine konkrete Ausfalldauer nannte der Klub bislang nicht.
Ausblick: Drei offene Personalfragen vor dem nächsten Spieltag
Für Bochum steht mit Hannover der nächste Prüfstein an, bei dem Klaiber erneut die rechte Abwehrseite absichern muss, während Holtmann als möglicher Rückkehrer aus der Reserve bereitsteht. Bei Ljubicic und Ouedraogo bleibt der genaue Comeback-Zeitpunkt offen – belastbare Zahlen zu Wettquoten oder konkreten Marktverschiebungen liegen für keinen der drei Fälle vor, weshalb Aufstellungsnews in den kommenden Tagen die entscheidende Grundlage für jede Markteinschätzung bleiben.