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Arsenal-Wahnsinn um Vinícius: Rekordgehalt über Saka-Niveau geplant

Dennis Buchbauer
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Arsenal will den vielleicht besten Linksaußen der Welt — und ist laut britischen Berichten bereit, dafür das eigene Gehaltsgefüge in Stücke zu schlagen. Vinícius Júnior soll der bestbezahlte Spieler der Klubgeschichte werden. Nur: Bezahlen muss man ihn erstmal dürfen.

Arsenal kann sich Vinícius leisten. Arsenal kann sich die Folgen nicht leisten. Wer einem Spieler das Doppelte von Saka zahlt, verhandelt zwei Jahre lang mit jedem anderen im Kader über genau diese Zahl. Solche Deals kosten immer mehr als die Ablöse.

Sportwettenexperte & Autor
Dennis Buchbauer

Arteta, Trossard und die Lücke auf links

Der Sommer hat für Mikel Arteta ein Loch gerissen. Leandro Trossard ist weg, für bis zu 20 Millionen Euro nach Istanbul zu Beşiktaş. Drei Jahre Vertrag, ein Jahr Option, Kapitel geschlossen. Und plötzlich steht im Kader des englischen Meisters genau ein gelernter Linksaußen: Gabriel Martinelli.

Einer. Für eine Saison mit Titelverteidigung, Champions League und einem Terminkalender, der keine Rücksicht nimmt.

Arteta hat im Mai die Premier League geholt, nach 22 Jahren Wartezeit. Und im gleichen Monat in Budapest das Champions-League-Finale gegen PSG verloren — 1:1 nach Verlängerung, 3:4 im Elfmeterschießen, Gabriel schoss den letzten Versuch über die Latte. Wer diesen Abend gesehen hat, versteht, warum in London jetzt niemand mehr auf Sparflamme plant.

Ein Vinícius Júnior auf der linken Seite wäre die Antwort auf eine Frage, die Arsenal seit Jahren stellt: Wer entscheidet ein Spiel im Alleingang, wenn die Struktur nicht reicht? Martinelli reißt Räume auf. Saka schneidet von rechts ein. Aber ein Flügelspieler, vor dem sich eine komplette Viererkette neu sortiert — den hat Arteta nicht.

160 Millionen, ein auslaufender Vertrag und Reals Gegenzug

Die Rechnung ist die Sache. Vinícius verdient in Madrid laut Telegraph rund 400.000 Pfund pro Woche. Arsenal will drüber. Deutlich drüber. Zum Vergleich: Bukayo Saka steht bei etwa 365.000 Pfund und hält damit bislang den Klubrekord. Ein Vinícius-Paket würde diese Struktur nicht dehnen, es würde sie zerreißen — mit allen Folgen für jede künftige Vertragsverhandlung an der Emirates.

Dazu die Ablöse. Florentino Pérez soll eine Schwelle von 160 Millionen Euro gesetzt haben, fixe Summe plus Boni. Arsenal wiederum taxiert den Brasilianer laut football.london auf gut 80 Millionen Pfund. Zwischen diesen beiden Zahlen liegt kein Verhandlungsspielraum. Da liegt ein Graben.

Der Hebel für die Londoner heißt Kalender. Vinícius’ Vertrag läuft im Sommer 2027 aus, eine Verlängerung gibt es bis heute nicht. Nach Informationen von David Ornstein hat Arsenal bereits mit der Spielerseite gesprochen — mit Real dagegen noch gar nicht. Spanische Berichte betonen weiterhin, dass der 26-Jährige eine Zukunft in Madrid bevorzugt.

Und Real? Real handelt. Fabrizio Romano meldete am Wochenende die Einigung mit RB Leipzig über Yan Diomande, ESPN nennt 135 Millionen Euro, der 19-jährige Ivorer unterschreibt bis 2031. José Mourinho bekommt seine Offensive also so oder so neu bestückt.

Das macht Madrid unabhängiger. Und Unabhängigkeit ist genau die Währung, in der ein Klub bezahlt wird, der einen Superstar im letzten Vertragsjahr hält.

Arsenal kann viel Geld bieten. Ob das reicht, entscheidet ein Spieler, der bislang gar nicht weg will.

Dennis Buchbauer

Hi, ich bin Dennis – Experte für Predictive Analytics und Sportwetten. Seit über 10 Jahren beschäftige ich mich intensiv mit Sportwetten und der Frage, wie sich Daten in fundierte Vorhersagen verwandeln lassen. Auf Wette.de bin ich für die Testberichte sowie die Sportwetten-Strategien zuständig. Jeden Wettanbieter teste ich aus echter Spielersicht – ich schaue mir nicht nur die Webseite an, sondern wette tatsächlich selbst. Mein Hintergrund in Consumer Behavior Prediction und Event Forecasting fließt dabei direkt in meine Analysen und Wetttipps ein.