Dortmund will El Mala unbedingt – und lässt die feinen Manieren gleich zu Hause. Wer erst zu niedrig bietet und dann angeblich am Umfeld des Spielers zerrt, muss sich über einen wütenden FC nicht wundern. So macht man aus einem Wunschtransfer einen Kleinkrieg.

26 Millionen fix – Köln lehnt sofort ab
Die Zahlen kommen von Sky. Vergangene Woche hinterlegte Dortmund in Köln ein Angebot für den 19-jährigen Flügelstürmer: 26 Millionen Euro Sockelablöse, dazu acht Millionen leicht und acht Millionen schwer erreichbare Boni. Im besten Fall also 42 Millionen. Klingt nach viel. Ist es in den Augen des FCs aber nicht.
Denn die Kölner haben eine klare Marke im Kopf. Rund 50 Millionen. So viel bot im Mai schon Brentford – ein Deal, den der FC durchziehen wollte, ehe El Mala den Engländern selbst absagte. Seitdem gilt: Wer den U21-Nationalspieler will, zahlt in dieser Größenordnung. Dortmunds gestaffelte Offerte, bei der ein großer Batzen an Bedingungen hängt, liegt laut Sky deutlich darunter. Die Antwort aus Köln kam prompt. Ein Nein.
El Mala steht am Rhein noch bis 2030 unter Vertrag, eine Ausstiegsklausel gibt es nicht. Der FC sitzt also am längeren Hebel.
Der Vorwurf: BVB soll aufs Umfeld eingewirkt haben
Und jetzt wird es pikant. Laut „Geissblog” war man am Geißbockheim so verärgert, dass man die Verhandlungen kurzerhand für beendet erklärte. Der Grund liegt nicht allein in der Höhe des Angebots. Berichten zufolge soll der BVB auf El Mala und sein Umfeld eingewirkt haben – auf eine Art, mit der Köln „nicht einverstanden” war. Der Verdacht: Dortmund wollte den Druck auf den FC erhöhen und die Gespräche in die eigene Richtung lenken.
Bewiesen ist davon nichts, alles läuft unter Berufung auf Medienberichte. Aber das Bild, das entsteht, ist deutlich. Zwei Klubs, ein Talent, eine Verhandlung, die schon jetzt vergiftet wirkt.
Sportlich passt El Mala perfekt nach Dortmund. Der Vizemeister sucht Ersatz für Karim Adeyemi, der zum FC Barcelona zog. Ein Dribbler wie El Mala wäre die Idealbesetzung. Und der Spieler selbst? Kann sich einen Wechsel laut Sky durchaus vorstellen. Nur: Erst muss der BVB kräftig nachlegen. Sonst trainiert El Mala im August weiter in Köln. Voll drauf, ohne ein Zeichen von Unruhe.