Home » News » Fuenf jahre oder ein jahr red bull kaempft mit verstappen um jede klausel

Fünf Jahre oder ein Jahr: Red Bull kämpft mit Verstappen um jede Klausel

Dennis Buchbauer
Offenlegung
Wir verwenden Affiliate-Links in unseren Inhalten. Wenn Sie auf diese Links klicken, erhalten wir möglicherweise eine Provision - ohne zusätzliche Kosten für Sie. Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich mit unseren Allgemeinen Geschäftsbedingungen und unserer Datenschutzrichtlinie einverstanden.

Fünf Jahre bis 2033 auf dem Tisch, und Max Verstappen zögert trotzdem. Laut dem Journalisten Ralf Bach hat Red Bull dem Vierfach-Weltmeister ein langfristiges Vertragsangebot unterbreitet, das ihn faktisch bis zum Karriereende an Milton Keynes binden würde. Der Niederländer will davon offenbar nichts wissen – und pocht stattdessen auf eine Lösung über nur eine Saison.

Der Hintergrund ist eine Klausel, über die die Formel 1 seit Wochen spricht: Verstappens Ausstiegsoption ist aktiv und läuft im Oktober aus. Weil der Red-Bull-Pilot in dieser Saison mit dem neuen Reglement und dem RB22 sichtbar hadert und in der Fahrerwertung weit hinter den Spitzenreitern liegt, hat er die Möglichkeit, seinen bis 2028 laufenden Kontrakt vorzeitig zu beenden. Hier läuft ein Machtspiel, das die Fahrerbörse für 2027 komplett umwerfen könnte.

“

Wer ein Fünfjahresangebot ausschlägt und lieber ein Jahr unterschreibt, sagt damit vor allem eines: Er glaubt dem Team noch nicht. Genau das macht die kommenden Wochen so brisant.

Sportwettenexperte & Autor
Dennis Buchbauer

Die Klausel läuft im Oktober aus

Die Konstruktion ist simpel und für einen Fahrer dieses Kalibers durchaus üblich: Wer nach einem festgelegten Stichtag nicht unter den Besten der Fahrerwertung steht, darf gehen. Verstappen erfüllt diese Bedingung in dieser Saison, die Tür ist also offen. Nur: Wohin? Mercedes, McLaren und Ferrari haben ihre Cockpits für 2027 nach aktuellem Stand besetzt, ein kurzfristiger Wechsel wäre mit erheblichem Aufwand verbunden.

Genau deshalb erscheint ein Verbleib derzeit als das wahrscheinlichste Szenario – allerdings zu Verstappens Bedingungen. Die Berichte deuten darauf hin, dass er lieber ein einzelnes Jahr unterschreibt und die Saison 2027 als Testlauf betrachtet: Bekommt Red Bull nach dem Abgang seines langjährigen Technikchefs ein Auto hin, das wieder um Siege fährt? Wenn ja, geht es weiter. Wenn nein, steht am Ende von 2027 die Grundsatzfrage – Teamwechsel oder Karriereende.

Warum Red Bull den Druck spürt

Für Red Bull ist die Lage unangenehm. Ein Fahrer, der jedes Jahr neu entscheidet, ist im Kern ein Fahrer, der jedes Jahr neu verhandelt – mit allen Nebengeräuschen, die das mit sich bringt. Deshalb der Versuch, ihn über eine sehr lange Laufzeit und ein entsprechendes Gehaltspaket festzunageln und die Ausstiegsklausel aus dem Papier zu streichen. Bislang ohne Erfolg.

Gleichzeitig läuft das Team Gefahr, in eine Abwärtsspirale zu geraten: Bleibt der Erfolg aus, wächst die Ungeduld des Fahrers, was wiederum Personal und Sponsoren verunsichert. Teamchef Laurent Mekies betont öffentlich die enge Bindung zwischen Fahrer und Rennstall, aber solche Bekenntnisse sind in der Formel 1 erfahrungsgemäß nur so viel wert wie die nächste Rundenzeit.

Wettblick vor dem Heimspiel in Zandvoort

Ausgerechnet jetzt geht es nach Zandvoort. Verstappens Heimrennen ist traditionell der emotionalste Termin seiner Saison, und in einem Jahr, in dem er sportlich hinterherfährt, bekommt dieses Wochenende eine zusätzliche Ebene. Für Wettende ist das ein zweischneidiges Umfeld: Heimrennen erzeugen regelmäßig verzerrte Quoten, weil das Publikum und die mediale Aufmerksamkeit den Favoritenstatus künstlich aufblasen.

Sinnvoller als der reine Siegmarkt sind in dieser Konstellation die Nebenmärkte. Podestplatzierungen, schnellste Rennrunde und Duellwetten zwischen den beiden Fahrern eines Teams bilden die tatsächlichen Kräfteverhältnisse deutlich präziser ab. Und dann gibt es noch den Markt, der in diesem Sommer besonders lebendig ist: Wetten auf das Team des Fahrers zum Saisonstart 2027. Wer dort einsteigt, sollte wissen, dass sich diese Quoten mit jeder Meldung aus Milton Keynes drastisch bewegen können – und dass die Frist im Oktober der eigentliche Stichtag ist.

Bis dahin bleibt es beim Tauziehen. Red Bull will Sicherheit, Verstappen will Optionen. Ein Kompromiss über eine kurze Laufzeit mit Klausel wäre für beide Seiten die pragmatischste Lösung – und würde die Frage nur um zwölf Monate verschieben.

Klar ist nur eines: Die Formel 1 hat ihren größten Namen aktuell in einer Schwebe, die weder dem Fahrer noch dem Team noch dem Wettmarkt guttut. Solange keine Unterschrift vorliegt, wird jede Aussage von Verstappen, jede Andeutung seines Managements und jedes Gerücht aus Milton Keynes als Indiz gelesen. Wer sich in dieser Phase eine Meinung bildet, sollte zwischen belastbaren Berichten und der üblichen Sommergerüchteküche sauber trennen – die Formel 1 produziert im August traditionell mehr Schlagzeilen als Fakten.

Dennis Buchbauer

Hi, ich bin Dennis – Experte für Predictive Analytics und Sportwetten. Seit über 10 Jahren beschäftige ich mich intensiv mit Sportwetten und der Frage, wie sich Daten in fundierte Vorhersagen verwandeln lassen. Auf Wette.de bin ich für die Testberichte sowie die Sportwetten-Strategien zuständig. Jeden Wettanbieter teste ich aus echter Spielersicht – ich schaue mir nicht nur die Webseite an, sondern wette tatsächlich selbst. Mein Hintergrund in Consumer Behavior Prediction und Event Forecasting fließt dabei direkt in meine Analysen und Wetttipps ein.