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Protz-Alarm beim WM-Finale: Adidas-Boss im Halb-und-Halb-Trikot spaltet das Netz

Dennis Buchbauer
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Ein Trikot, halb Spanien, halb Argentinien, maßgeschneidert – getragen vom Adidas-Boss höchstpersönlich. Dazu MrBeast mit Augenbinden-Gag, Google-Chef Sundar Pichai mit Gratulationsvideo und ein Stahl-Milliardär neben Donald Trump in der FIFA-Loge. Das WM-Finale in New Jersey war ein Spiel. Vor allem aber war es eine Show der Superreichen.

Ein halbes Spanien-, halbes Argentinien-Trikot für den Adidas-Boss, während der normale Fan sich das Ticket sowieso nicht leisten kann – ehrlicher lässt sich diese WM kaum zusammenfassen. Auf der Tribüne feiert das große Geld. Vor dem Fernseher sitzt der Rest.

Sportwettenexperte & Autor
Dennis Buchbauer

Das Halb-und-Halb-Trikot, das die Debatte anheizt

Bjørn Gulden wusste, was er tat. Der Adidas-Chef postete vor dem Anpfiff Instagram-Stories aus dem MetLife-Stadion – in einem Shirt, das je zur Hälfte aus dem spanischen und dem argentinischen Trikot bestand. Zwei Finalisten, ein Konzern, ein Statement. Adidas rüstet schließlich beide Teams aus, liefert den Spielball und zählt zu den größten Geldgebern der FIFA. Für Gulden war das Finale ein Schaufenster. Und er stellte sich mitten hinein.

Das Bild machte im Netz sofort die Runde. Für die einen ein cleverer Marketing-Coup. Für die anderen das Sinnbild einer WM, die den Fans längst entglitten ist. Denn wer beim Finale einen Top-Platz wollte, zahlte im Vorverkauf für ein Kategorie-1-Ticket bis zu 10.990 Dollar. Fast 9600 Euro. Für ein einziges Fußballspiel.

MrBeast, Milliardäre und ein prominenter Abwesender

Gulden war nicht allein. MrBeast, mit bürgerlichem Namen Jimmy Donaldson, verwandelte seinen Finalbesuch prompt in Content: Augenbinden für zwei Creator-Kollegen, ab ins Stadion, und erst kurz vor Anpfiff die VIP-Logenkarten in die Hand gedrückt. Google-Chef Sundar Pichai schwärmte per Video von Spaniens Leistung. Patriots-Eigner Robert Kraft posierte mit Infantino. Und in der FIFA-Loge saß Stahl-Milliardär Lakshmi Mittal – neben Trump, dem kanadischen Premier Carney und Mexikos Präsidentin Sheinbaum.

Wer fehlte? Ausgerechnet Elon Musk. Der reichste Mensch der Welt, 2022 in Katar noch dabei, ließ das Finale diesmal aus. Ein Detail, über das im Netz fast so viel gerätselt wurde wie über Guldens Trikot.

Und die Fans? Die schauten mehrheitlich von zu Hause zu. Genau das ist der Kern der Debatte um die „Superreichen-WM”. Ein Turnier, aufgebläht auf 104 Spiele, mit vierstelligen Ticketpreisen und einer VIP-Loge, die eher an ein Weltwirtschaftsforum erinnert als an eine Fankurve. Fußball für alle? An diesem Abend in East Rutherford sah das anders aus.

Dennis Buchbauer

Hi, ich bin Dennis – Experte für Predictive Analytics und Sportwetten. Seit über 10 Jahren beschäftige ich mich intensiv mit Sportwetten und der Frage, wie sich Daten in fundierte Vorhersagen verwandeln lassen. Auf Wette.de bin ich für die Testberichte sowie die Sportwetten-Strategien zuständig. Jeden Wettanbieter teste ich aus echter Spielersicht – ich schaue mir nicht nur die Webseite an, sondern wette tatsächlich selbst. Mein Hintergrund in Consumer Behavior Prediction und Event Forecasting fließt dabei direkt in meine Analysen und Wetttipps ein.