Norwegens Trainer hat versprochen, nach der WM wird nicht mehr gerudert. Haaland hat das Memo offenbar nicht gelesen – zum Glück.

Vom MetLife Stadium auf die Tanzfläche
Donnarumma heiratete in Apulien seine langjährige Partnerin Alessia Elefante. Auf der Gästeliste: sein Torwart-Beschützer aus Manchester, mit dem ihn seit dem Wechsel von PSG eine auffällig enge Freundschaft verbindet.
Und Haaland tat, was Haaland tut. Er tanzte nicht einfach mit. Er holte den Jubel raus, der bei dieser WM ganz Norwegen erfasst hatte. Gäste filmten, luden hoch, Instagram erledigte den Rest.
Für alle, die den Sommer verschlafen haben: Beim „Wikinger-Rudern” setzen sich Fans und Spieler hin, ziehen nach zwei Trommelschlägen synchron an einem imaginären Ruder und rufen „Ro” – norwegisch für rudern. Das Tempo zieht an, bis alle aufspringen. Simpel. Und offenbar auch auf einer italienischen Hochzeitsfeier unwiderstehlich.
Ein Jubel, den es eigentlich nicht mehr geben sollte
Die Nummer kam über die Fans zur Mannschaft. Haaland sah sie im Netz, fragte Kapitän Martin Ödegaard vor dem Gruppenspiel gegen Senegal, ob man mitmachen solle. Man gewann 3:2 – und ruderte. Danach nach jedem Sieg. Norwegische Anhänger verwandelten den Times Square in ein Wikingerschiff, selbst im Osloer Parlament wurde gerudert.
Trainer Ståle Solbakken hatte während des Turniers erklärt, das Ritual sei eine reine WM-Sache und danach vorbei. Nun ja.
Die schönste Pointe liefert die Gästeliste selbst. Haaland hatte Italien in der WM-Qualifikation zweimal zerlegt, beim 4:1 in Mailand traf er doppelt. Ein paar Monate später steht er auf der Hochzeit des italienischen Nationaltorhüters und dirigiert dessen Gäste ins Wikingerboot. Man muss ihn dafür mögen.