Fünf zu vier – das ist keine Prognose, das ist ein Münzwurf mit Rechenleistung. Die KIs sehen, was jeder sieht: Frankreichs Kader ist eine Naturgewalt. Aber Messi hat schon ganz andere Algorithmen alt aussehen lassen.

KI-Prognose zur WM 2026: Fünf Modelle sehen Frankreich als Weltmeister
Das Teilnehmerfeld liest sich wie das Who’s who der Tech-Branche. Gemini, Grok, DeepSeek, Le Chat und Qwen tippen auf Les Bleus. ChatGPT, Claude, Copilot und Meta AI halten dagegen – sie glauben an die erfolgreiche Titelverteidigung der Albiceleste. Gefüttert wurden die Modelle mit allem, was der Datenmarkt hergibt: Weltrangliste, Turnierform, Kaderwerte, direkte Duelle.
Interessant wird es eine Etage tiefer. Bei der Frage nach dem Vize-Weltmeister herrscht Patt: je drei Stimmen für Frankreich und Argentinien, zwei für England, eine für Spanien. Nur bei Bronze sind sich die Maschinen fast einig – sechs von neun Modellen sehen Spanien auf Platz drei.
Die KI-Elite liegt damit auf Linie der Statistiker. Optas Supercomputer beziffert Frankreichs Titelchance vor dem Halbfinale auf satte 34 Prozent, den Finaleinzug sogar auf 57,7 Prozent. Kein anderes Team der verbliebenen vier kommt an diese Werte heran.
Argentinien, Messi – und der Haken an der Sache
Bevor jemand den Pokal graviert: Es gibt ein Problem. Zwei sogar. Frankreich muss im Halbfinale erst an Europameister Spanien vorbei, auf Argentinien wartet England. Die Maschinen prognostizieren den Champion – die Finalteilnahme garantiert ihnen niemand.
Und Argentiniens Weg bis hierhin? Ein Drahtseilakt. Verlängerung gegen Kap Verde. Verlängerung gegen die Schweiz. Dazwischen ein Last-Minute-Wunder gegen Ägypten. Der 39-jährige Messi hält den Laden mit acht Turniertoren zusammen, doch die Substanz-Frage stellt sich mit jeder Zusatzschicht neu.
Frankreich dagegen marschiert. Mbappé trifft, der Kader ist der wertvollste des Turniers, die letzten beiden WM-Endspiele erreichte man ohnehin. Vielleicht rechnen die fünf KIs also gar nicht kühn. Vielleicht lesen sie nur ab, was auf dem Rasen längst sichtbar ist. Sonntag wissen wir mehr.