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Rückkehr nach Wüsten-Intermezzo: Mancini soll Italien retten

Dennis Buchbauer
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Drei Jahre nach seiner Flucht in die Wüste sitzt Roberto Mancini wieder auf Italiens Bank. Der Europameister-Coach von 2021 unterschrieb am Dienstag einen Vertrag bis zur WM 2030 – am Ende einer Trainersuche, die der italienische Fußball so schnell nicht vergisst.

Guardiola sagt ab, Ancelotti sagt ab, Pirlo stolpert über einen Wettanbieter – und am Ende greift Malagò zum Hörer und ruft einen alten Freund an. Titel kann Mancini, das hat er bewiesen. Ob er diese Kabine noch erreicht, ist die eigentliche Frage.

Sportwettenexperte & Autor
Dennis Buchbauer

Absagen, Rücktritte, ein russischer Wettanbieter

Der Posten war seit Anfang April frei. Gennaro Gattuso hatte hingeworfen, nachdem Italien im WM-Playoff an Bosnien-Herzegowina gescheitert war. Zum dritten Mal in Folge keine Weltmeisterschaft für den viermaligen Weltmeister.

Dann ging es erst richtig los. Verbandspräsident Giovanni Malagò holte im Juli Paolo Maldini als Technischen Direktor, an seiner Seite Leonardo. Struktur sollte her, endlich. Maldini fragte Pep Guardiola. Absage. Er fragte Carlo Ancelotti. Absage. Also Andrea Pirlo, Weltmeister von 2006, Maldinis Wunschkandidat und alter Milan-Kollege.

Und dann kam Fonbet. Pirlo arbeitet als Botschafter für den russischen Wettanbieter. Laut Corriere della Sera ließ Malagò den Vertrag juristisch prüfen und stoppte den Prozess. Pirlo zog seine Kandidatur am Montag per Instagram zurück. Maldini hatte seinen Rücktritt für genau diesen Fall angekündigt – und trat tags darauf zurück. Nach 16 Tagen im Amt.

Übrig blieb ein Verband ohne Trainer, ohne Direktor, mit einem Länderspiel im September. Mancinis Telefon klingelte. Sein Nachfolger im Direktorenamt heißt Claudio Ranieri, 74, zuletzt bei der AS Rom.

Am 25. September wartet Belgien – und Italien traut ihm nicht

Malagò nannte Mancini öffentlich den besten Kandidaten und verwies auf ihre gute Beziehung. In Italien liest sich das anders. Die Gazzetta dello Sport stellte ihren Lesern die Frage, ob der Mann des „25-Millionen-Flugs nach Arabien” der Richtige sei. Fast 85 Prozent sagten Nein.

Der Vorwurf sitzt tief. Mancini warf im August 2023 bei einem kriselnden Team hin und übernahm zwei Wochen später Saudi-Arabien, angeblich für rund 25 Millionen Euro im Jahr. Dort hielt er sich gut ein Jahr, danach Al-Sadd in Katar, bis vor wenigen Wochen. Jetzt also wieder Rom.

Sportlich wird es sofort ungemütlich. In der Nations-League-Gruppe A1 warten Belgien, die Türkei und Frankreich – drei Teams, die alle bei der WM 2026 dabei waren. Auftakt gegen Belgien am 25. September. Malagò dämpfte die Erwartungen schon vorab und rechnete öffentlich mit Platz vier als logischem Ergebnis. Zwei Trainingseinheiten habe der neue Trainer bis dahin.

Ein Präsident, der vor dem ersten Spiel den letzten Platz für vernünftig erklärt. Willkommen zurück, Roberto.

Dennis Buchbauer

Hi, ich bin Dennis – Experte für Predictive Analytics und Sportwetten. Seit über 10 Jahren beschäftige ich mich intensiv mit Sportwetten und der Frage, wie sich Daten in fundierte Vorhersagen verwandeln lassen. Auf Wette.de bin ich für die Testberichte sowie die Sportwetten-Strategien zuständig. Jeden Wettanbieter teste ich aus echter Spielersicht – ich schaue mir nicht nur die Webseite an, sondern wette tatsächlich selbst. Mein Hintergrund in Consumer Behavior Prediction und Event Forecasting fließt dabei direkt in meine Analysen und Wetttipps ein.