Es hätte ein Trostspiel werden sollen. Es wurde ein Weltrekord. Kylian Mbappé traf beim 4:6 gegen England um den dritten Platz der WM 2026 in der 66. Minute zum 4:3 – und überholte damit Lionel Messi als WM-Rekordtorschütze aller Zeiten. 22 Tore. Mit 27 Jahren. Und mindestens einer WM vor sich.
Messi hatte den Rekord bei der WM 2022 auf 21 Treffer geschraubt, damals in seiner letzten großen WM. Mbappé hat ihn jetzt gebrochen – nicht im Finale, nicht auf der großen Bühne, sondern in einem Spiel um Platz 3, das dann aber trotzdem das beste der WM wurde. Typisch Mbappé. Typisch WM 2026.
Mbappé ist auf dem Wettmarkt längst kein Geheimtipp mehr – er ist die Konstante. Wer ihn bei einer WM auf der Torschützenliste ignoriert, bezahlt das mit schlechten Quoten. 22 Tore, 27 Jahre alt: Das ist keine Überraschung, das ist Gesetzmäßigkeit.

Der Rekord im Kontext: Was 22 WM-Tore bedeuten
Zum Vergleich: Ronaldo hat in seiner gesamten WM-Karriere 8 Tore erzielt. Miroslav Klose – lange der Rekordhalter mit 16 WM-Toren – brauchte vier Turniere für seine Marke. Messi schaffte 21 in fünf Turnieren. Mbappé hat 22 – in drei. Das ist keine statistische Anomalie, das ist eine Dominanz, die seinesgleichen sucht.
Schon bei der WM 2018 als Teenager mit vier Toren aufgetaucht, bei der WM 2022 als Topscorer mit 8 Treffern (inklusive Hattrick im Finale), jetzt bei der WM 2026 mit 10 weiteren Toren – Mbappés WM-Karriere liest sich wie ein Drehbuch, das kein Autor besser hätte schreiben können.
Mit 27 Jahren: Wo liegt die Grenze?
Mbappé ist 27. Realistisch hat er noch mindestens die WM 2030 vor sich, möglicherweise auch 2034. Wenn er sein aktuelles Tempo auch nur annähernd beibehält, wird der Rekord irgendwo zwischen 30 und 35 Toren landen. Eine Zahl, die sich heute noch surreal anfühlt – aber statistisch durchaus plausibel ist.
Was bedeutet das für Deschamps’ Nachfolger?
Didier Deschamps hat nach dem Bronze-Spiel seinen Abgang bestätigt. 14 Jahre, ein WM-Titel, und Mbappés Weltrekord als letztes Kapitel. Wer auch immer Frankreich als Nächstes trainiert – er erbt einen Kader mit dem besten WM-Torschützen aller Zeiten im Sturm. Das ist kein schlechter Ausgangspunkt.
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