Sie wollten ein Eröffnungsspiel mit Spektakel. Sie haben es bekommen. Mexiko gegen Südafrika im Aztekenstadion – eines der legendärsten Stadien der Fußballwelt – lieferte in 90 Minuten mehr Drama als manches komplette Turnier. Nicht immer war das Drama schön. Aber langweilig? Keine Sekunde.
Drei Rote Karten im Eröffnungsspiel. Drei. Zwei davon in der zweiten Hälfte, eine noch in der Nachspielzeit. Das setzt den Ton für dieses Turnier: Wenn das der Standard ist, dann wird die WM 2026 alles andere als langweilig. Mexiko hat gewonnen – verdient. Aber die Schlagzeile gehört dem Schiedsrichter.
Das Spiel: Früh, klar, chaotisch
Julián Quiñones traf bereits in der 9. Minute zur Führung – der erste Treffer der WM 2026. Ein Statement. Mexiko dominierte von Beginn an, Südafrika fand kaum statt. Die Halbzeit brachte Ruhe – die zweite Hälfte dann nicht mehr. Yaya Sithole sah in der 49. Minute nach einer Notbremse die Rote Karte. Raúl Jiménez erhöhte in der 57. Minute auf 2:0. Spiel gelaufen.
Aber dann eskalierte es. Themba Zwane flog in der 84. Minute nach einer Tätlichkeit mit Rot vom Platz – Videobeweis, keine Diskussion. Und in der Nachspielzeit traf es noch Mexikos César Montes: auch er sah Rot. Endergebnis: 2:0 für Mexiko, drei Rote Karten, ein Aztekenstadion in Ekstase.
Was das bedeutet
Mexiko ist Gastgeber und hat das Eröffnungsspiel gewonnen. Für die nächsten Wochen sind das perfekte Voraussetzungen – Heimvorteil, Euphorie, drei Punkte in der Tasche. Südafrika dagegen verliert nicht nur das Spiel, sondern durch die Sperren auch zwei Spieler für die nächste Partie. Bei nur drei Gruppenspielen kann das existenziell sein.
Für die WM 2026 insgesamt: Willkommen. Wenn das Turnier so weitergeht – mit Toren in der 9. Minute, Roten Karten im Dutzend und 80.000 Menschen im Aztekenstadion – dann werden die nächsten sechs Wochen sehr unterhaltsam. Der erste Eindruck ist gemacht. Und er ist laut.