Sechs Tage nach dem Wechsel im Playoff-Hinspiel von Beginn an spielen – das macht ein Trainer nur, wenn er dem Spieler wirklich vertraut. O’Neill hat Baur nicht behutsam eingeführt, er hat ihn direkt ins Feuer gestellt.

Vom Bundesliga-Aufsteiger auf die europäische Bühne
Am 13. August machte Celtic den Transfer perfekt. Vier Jahre Vertrag, Option auf ein fünftes. Zur Ablöse kursieren unterschiedliche Zahlen: Sky Sports nennt 6,8 Millionen Pfund, Glasgow World berichtet von rund 4,5 Millionen fix plus 2,3 Millionen an Boni. Paderborn kassiert so oder so einen Vereinsrekord.
Sein Celtic-Debüt gab Baur am Samstag als Joker beim 4:0 im Ligapokal gegen Dundee United. Vier Tage später dann die deutlich größere Bühne: Startelf, Playoff-Hinspiel, volles Haus im Celtic Park. Martin O’Neill setzte den deutschen U21-Nationalspieler neben Callum McGregor ins Zentrum.
Getroffen hat Baur nicht. Nach 65 Minuten kam Reo Hatate für ihn. Die schottischen Player Ratings fielen trotzdem wohlwollend aus – der 22-Jährige suchte konsequent die Räume zwischen den Linien und spielte nach vorn, wann immer es ging.
Durán trifft doppelt – Celtic hat das Rückspiel im Griff
Die Tore machten andere. Benjamin Nygren zirkelte in der 26. Minute eine Tierney-Hereingabe in den Winkel, Camilo Durán legte in der 38. und 67. Minute nach. LASK bekam zweimal ein Tor wegen Abseits aberkannt und ging leer aus.
O’Neill warnte anschließend trotzdem. Phasenweise habe die Partie wie ein Basketballspiel gewirkt, sagte der Nordire, seine Mannschaft habe Glück gehabt und Zeit gebraucht. Halb geschafft, mehr nicht – so ordnete er den Abend ein.
Baur selbst schwärmte gegenüber TNT Sports von der Atmosphäre und nannte den Abend erst einen Zwischenstopp. Am Dienstag geht es nach Linz. Drei Tore Vorsprung, ein Platz in der Ligaphase und rund 20 Millionen Euro Startgeld stehen auf dem Spiel.