Ohne Littler, Humphries und van Gerwen wird die World Series zur echten Bühne für die Oceania-Spieler. Genau dafür wurde das Format eigentlich erfunden.

Raymond Smith räumt Bunting ab
Freitagabend, Spark Arena. Stephen Bunting trifft auf Raymond Smith, einen der acht Oceania-Vertreter. Es endet 2:6. Deutlicher geht ein Erstrunden-Aus kaum. Smith spielte danach am Samstag im Viertelfinale Adam Leek mit 6:3 aus dem Weg und stand im Halbfinale – als einziger regionaler Vertreter unter den letzten vier.
Leek hatte selbst schon geliefert. Der Australier schlug Ross Smith bei dessen World-Series-Debüt mit 6:5 im Entscheidungsleg. Zwei PDC-Profis, zwei Niederlagen gegen Qualifikanten am ersten Abend. Das kommt in diesem Format nicht jedes Jahr vor.
Clayton siegt, van Veen scheitert früh
An der Spitze setzte sich dann doch die Erfahrung durch. Jonny Clayton gewann das Turnier mit einem 8:4 im Finale gegen seinen Landsmann Gerwyn Price. Zuvor hatte der Waliser im Halbfinale James Wade 7:2 abgefertigt.
Bemerkenswerter war sein Viertelfinale. Dort setzte sich Clayton mit 6:3 gegen Gian van Veen durch – die Nummer zwei der Welt und der höchstgesetzte Spieler des gesamten Feldes. Der Niederländer war als Topfavorit angereist und schied als Erster der PDC-Spitze aus.
Price kam über Damon Heta (6:2) und Raymond Smith (7:2) ins Finale, blieb dort aber ohne Antwort auf Claytons Scoring.
Der Grund für das ungewohnte Teilnehmerfeld ist schnell erklärt: Luke Littler nimmt sich erstmals den kompletten August frei und verzichtet auf beide Turniere Down Under. Luke Humphries und Michael van Gerwen sind ebenfalls nicht dabei. Für Spieler wie Clayton, Wade oder Josh Rock öffnet das ein Fenster, das sonst zubleibt.
Und für die Oceania-Vertreter erst recht. Am Freitag geht es in Wollongong weiter, wenn das Australian Darts Masters im WIN Entertainment Centre startet. Der Sieger hebt dort erstmals die neu benannte Kyle Anderson Trophy in die Höhe.