Ein Meister, der sein Auftaktspiel abgeben muss, weil der eigene Rasen kaputt ist – das gab es in dieser Größenordnung noch nicht. Für Rennes ist das ein Geschenk, das man sonst nur zieht, wenn man Losglück hat.

Hitzewellen zerstören den Prinzenpark-Rasen
Die Ligue de Football Professionnel machte die Entscheidung am Mittwoch öffentlich. Der aktuelle Zustand des Spielfelds lasse eine Gewährleistung der Spielersicherheit nicht zu, teilte die Liga mit. Die Wettbewerbskommission hatte am 19. August getagt und sich für einen Heimrechttausch entschieden.
PSG selbst lieferte am Abend die Erklärung nach: Aufeinanderfolgende, außergewöhnliche Hitzeperioden in der Region Paris hätten den Verfall des Rasens massiv beschleunigt, die jüngste Hitzewelle habe ihm den Rest gegeben. Klingt nach einer Ausrede. Ist aber ein Problem, das mehrere europäische Topklubs in diesem Sommer beschäftigt.
Für die Pariser bedeutet das eine Busfahrt in die Bretagne statt eines Heimspiels vor eigenem Publikum. Anstoß im Roazhon Park bleibt Sonntag, 20.45 Uhr.
Heimrechttausch statt Sperre – und ein holpriger Saisonstart
Von einem Stadionverbot kann keine Rede sein. Die LFP dreht lediglich die Reihenfolge um: PSG empfängt Rennes am 23. Spieltag Anfang März 2027 im dann hoffentlich hergerichteten Parc des Princes. Unterm Strich verliert der Champions-League-Sieger also keinen Heimspieltag, sondern verschiebt ihn.
Angenehm ist die Sache trotzdem nicht. Der Saisonstart von Luis Enriques Mannschaft läuft ohnehin unrund. Im UEFA-Supercup gab es ein 2:1 gegen Europa-League-Sieger Aston Villa, im französischen Supercup dann ein 0:1 gegen Pokalsieger RC Lens. Dazu fehlt Nuno Mendes: Der Portugiese sah gegen Lens in der 87. Minute Rot und ist für drei Spiele gesperrt, darunter die Partien gegen Lille und Monaco.
Und jetzt also die Auswärtsreise zum Auftakt. Rennes hat in der Vergangenheit mehrfach gezeigt, dass die Pariser im Roazhon Park stolpern können. Sonntagabend wissen wir, ob der Rasenärger nur eine Randnotiz bleibt.