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Saengkham gegen die halbe Weltspitze: Wie weit trägt so ein Lauf?

Dennis Buchbauer
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Judd Trump raus. Ronnie O’Sullivan raus. Shaun Murphy raus. Zhou Yuelong im Entscheidungsframe raus. Vier Namen, ein Turnier, ein Täter: Noppon Saengkham stürmte bei der China Open in Taiyuan bis ins Finale – und traf dort auf den einzigen Gegner, der nicht wackelte.

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So eine Woche gewinnt man nicht mit Glück. Trump, O’Sullivan und Murphy nacheinander zu schlagen, verlangt vier Tage Konstanz auf höchstem Niveau. Dass im Finale gegen Selby am Ende die Erfahrung den Ausschlag gab, macht den Lauf nicht kleiner.

Sportwettenexperte & Autor
Dennis Buchbauer

Vier Runden, vier Skalps

Es begann sofort mit einem Beben. Weltranglistenerster Judd Trump verabschiedete sich bereits in Runde eins gegen den Thailänder – und beendete damit die Aussicht auf ein Duell mit Ronnie O’Sullivan in der nächsten Runde. Den übernahm dann Saengkham gleich selbst.

Danach der Viertelfinal-Coup. Shaun Murphy, im Mai noch WM-Finalist gegen Wu Yize, hatte im Turnier bis dahin überzeugt: ein 6:0 gegen Matthew Selt mit vier Centuries, danach ein 6:2 über Xiao Guodong. Gegen Saengkham war am 14. August Schluss, 4:6.

Das Halbfinale gegen Zhou Yuelong wurde dann zur Nervenprobe. Saengkham führte 4:2, ließ den Chinesen mit einem 99er-Break auf 4:5 herankommen und musste den Ausgleich zum 5:5 hinnehmen. Im Entscheidungsframe griff er an – und war durch.

Im Finale fehlte eine Session

Am Sonntag stand der Außenseiter dann vor der Chance, als dritter Thailänder überhaupt ein Ranglistenturnier zu gewinnen. Gegen Mark Selby.

Nach der ersten Session stand es 4:4. Dann kippte die Partie. Selby zog in der Abendsession auf 8:4 davon, ließ nach dem Anschlusstreffer des Thailänders nicht locker und stellte auf 9:5. Saengkham verkürzte noch einmal, im 16. Frame machte Selby den 10:6-Erfolg klar.

Für den Engländer war es der vierte China-Open-Titel – Rekord – und der 26. Ranglistenerfolg seiner Karriere, der erste seit der UK Championship Ende 2025. „Es war ein hartes Match”, sagte Selby, er habe im Finale nicht überragend gespielt, über das Turnier hinweg aber gut. Saengkham blieb nüchtern: Er habe viel aus der Erfahrung mitgenommen.

Ob dieser Lauf mehr war als eine Ausreißerwoche, klärt sich schnell. Vom 23. bis 29. August steht in Wuhan das nächste Ranglistenturnier an, Titelverteidiger ist Xiao Guodong. Saengkham kommt diesmal nicht mehr als Unbekannter.

Dennis Buchbauer

Hi, ich bin Dennis – Experte für Predictive Analytics und Sportwetten. Seit über 10 Jahren beschäftige ich mich intensiv mit Sportwetten und der Frage, wie sich Daten in fundierte Vorhersagen verwandeln lassen. Auf Wette.de bin ich für die Testberichte sowie die Sportwetten-Strategien zuständig. Jeden Wettanbieter teste ich aus echter Spielersicht – ich schaue mir nicht nur die Webseite an, sondern wette tatsächlich selbst. Mein Hintergrund in Consumer Behavior Prediction und Event Forecasting fließt dabei direkt in meine Analysen und Wetttipps ein.