Home » News » Podium-Eklat beim WM-Finale

Podium-Eklat beim WM-Finale: Trump crasht Spaniens großen Moment – und Infantino muss eingreifen

Dennis Buchbauer
Offenlegung
Wir verwenden Affiliate-Links in unseren Inhalten. Wenn Sie auf diese Links klicken, erhalten wir möglicherweise eine Provision - ohne zusätzliche Kosten für Sie. Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich mit unseren Allgemeinen Geschäftsbedingungen und unserer Datenschutzrichtlinie einverstanden.
Spanien ist Weltmeister – doch über den goldenen Moment im MetLife Stadium redet kaum jemand. Stattdessen läuft ein anderes Video um die Welt: Donald Trump, mitten in Spaniens Jubeltraube, während Gianni Infantino ihn quer über die Bühne zur Seite lotst. Nach dem 1:0 gegen Argentinien gehörte die Bühne eigentlich elf Spielern. Einer wollte partout nicht runter.

Elf Spanier erkämpfen sich über 120 Minuten einen Weltmeistertitel – und der prominenteste Mann auf der Bühne hat dabei keinen einzigen Pass gespielt. Dass die Sieger ihren eigenen Präsidenten-Gast am Ende aus dem Foto räumen mussten, ist das ehrlichste Statement des Abends.

Sportwettenexperte & Autor
Dennis Buchbauer

Trump bleibt stehen – Infantino muss eingreifen

Es begann mit Pfiffen. Als Trump und FIFA-Boss Gianni Infantino nach dem Abpfiff den Rasen in East Rutherford betraten, empfing sie ein Pfeifkonzert von den Rängen. Kein warmer Empfang. Kein Jubel. Das gesamte Turnier über hatte der US-Präsident die Stadien gemieden – ausgerechnet zum Finale tauchte er auf und wollte sichtbar sein.

Dann die Pokalübergabe an Kapitän Rodri, gemeinsam mit Infantino. Und danach der Moment, den viele befürchtet hatten: Trump machte keine Anstalten zu gehen. Er blieb neben der feiernden Mannschaft stehen, mittendrin, als Spanien den zweiten WM-Titel der Geschichte in die New Yorker Nacht stemmte. Rodri drehte dem Präsidenten geschickt den Rücken zu und riss die Trophäe hoch. TV-Bilder zeigten, wie der Kapitän Trump per Handzeichen zu verstehen gab, dass jetzt die Mannschaft dran ist.

Infantino lief quer über die Bühne, um Trump aus dem Bild zu holen. Zunächst vergeblich. Erst danach geleitete der FIFA-Chef den Präsidenten sichtlich lächelnd von der Bühne. Ein Protokoll-Moment, der eigentlich Sekunden dauert, wurde zur kleinen Farce.

Rausgepfiffen, rausgeschnitten – und ein Muster

Die Pointe lieferte danach das Internet. Der spanische Verband RFEF postete kurz nach der Feier ein Siegerfoto der jubelnden Spieler – ohne Trump. Auch die FIFA verbreitete auf X eine Aufnahme, auf der vom Präsidenten kaum mehr als ein marineblauer Anzugzipfel am Bildrand übrig blieb. Nutzer bemerkten das sofort und feierten es.

Ob aktiv nachbearbeitet wurde, ist umstritten. Medien wie Sports Illustrated und The New Republic sprechen von einer manipulierten Aufnahme, aus der Trump nachträglich entfernt worden sei. Andere Portale wie 20 Minuten und Blick fanden dafür keine Belege und halten es für wahrscheinlicher, dass RFEF einfach ein Bild wenige Sekunden später wählte – als Trump ohnehin schon aus dem Bild war. Für diese Lesart spricht: Auch die FIFA veröffentlichte ein Foto praktisch ohne ihn.

Neu ist das Verhalten nicht. Schon beim Finale der Klub-WM 2025 blieb Trump grinsend zwischen den Spielern des FC Chelsea stehen und irritierte die frisch gekürten Sieger. Und während dieser WM sorgte er für den größten Nebengeräusch-Skandal des Turniers: Er rief Infantino an, um die Rote-Karten-Sperre von US-Stürmer Folarin Balogun aufheben zu lassen. Die FIFA-Disziplinarkommission setzte die Sperre prompt zur Bewährung aus. Balogun spielte im Achtelfinale – die USA verloren trotzdem 1:4 gegen Belgien.

Ein Präsident, der Stadien wochenlang meidet und dann zum größten Foto des Sommers doch dabei sein will. Das Publikum in New Jersey hat ihm klar gesagt, was es davon hält.

 

Dennis Buchbauer

Hi, ich bin Dennis – Experte für Predictive Analytics und Sportwetten. Seit über 10 Jahren beschäftige ich mich intensiv mit Sportwetten und der Frage, wie sich Daten in fundierte Vorhersagen verwandeln lassen. Auf Wette.de bin ich für die Testberichte sowie die Sportwetten-Strategien zuständig. Jeden Wettanbieter teste ich aus echter Spielersicht – ich schaue mir nicht nur die Webseite an, sondern wette tatsächlich selbst. Mein Hintergrund in Consumer Behavior Prediction und Event Forecasting fließt dabei direkt in meine Analysen und Wetttipps ein.