Das Rennen um Thijs Dallinga hat einen neuen Favoriten – und der heißt nicht Werder Bremen. Laut übereinstimmenden Berichten aus Italien, unter anderem von Transferexperte Gianluca Di Marzio, hat sich der 1. FC Köln in den letzten Tagen an die Spitze des Bieterfelds geschoben. Werder muss sich einen neuen Stürmer suchen.
Der 26-jährige Niederländer war seit Wochen mit den Bremern in Verbindung gebracht worden. Doch Köln handelte schnell und entschlossen. Dem Vernehmen nach haben sich beide Klubs auf ein Leihmodell mit Kaufoption geeinigt – ein Deal, der für alle Seiten Sinn ergibt.
Köln braucht dringend Tore – und Dallinga wäre ein interessanter Versuch. Aber wer auf Bundesliga-Quoten schaut: Ein Leihdeal mit Kaufoption ist kein Hochrisikopoker, sondern pragmatische Transferpolitik.

Wer ist Thijs Dallinga – und warum ist er umstritten?
Dallinga wechselte im Sommer 2024 für rund 16 Millionen Euro vom französischen Erstligisten FC Toulouse zu Bologna. In der Serie A lief es allerdings nicht wie erhofft: In zwei Jahren kam der 1,90 Meter große Mittelstürmer auf lediglich fünf Tore in 54 Einsätzen. Trotzdem gilt er in seiner Altersklasse als entwicklungsfähig – und in der Bundesliga könnte ein Neustart gelingen.
In Toulouse hatte er noch gezeigt, was er kann: 26 Tore in 69 Ligue-1-Spielen. Diese Quote brachte ihn nach Bologna – und nun möglicherweise an den Rhein. Der aktuelle Marktwert liegt bei geschätzten neun Millionen Euro, was einen Leihdeal noch realistischer macht.
Was Köln damit gewinnt – und was riskiert wird
Ragnar Ache verlässt den Effzeh in diesem Sommer, der Verein braucht einen Ersatz im Sturm. Dallinga wäre der passende Typ: groß, physisch stark, beweglich. Die Frage ist, ob er in Köln das Vertrauen bekommt, das ihm in Bologna fehlte. Trainer Gerhard Struber ist bekannt dafür, junge Angreifer zu entwickeln – was die Zusammenarbeit interessant macht.
Für Werder Bremen ist das eine bittere Nachricht. Die Bremer hatten Dallinga wochenlang beobachtet und galten zwischenzeitlich als Topfavorit. Jetzt schaut man sich nach Alternativen um – und die Bundesliga-Transferbörse hat in diesem Bereich nicht viel zu bieten.
Wettblick: Köln mit Torsturmgefahr?
Wer auf Bundesliga-Ergebnisse wettet, sollte Kölns Sturmsituation im Auge behalten. Kommt Dallinga tatsächlich, erhält Köln einen körperlich präsenten Angreifer, der die Mannschaft berechenbarer – oder unberechenbarer – machen kann. Ob er sich in der Bundesliga beweisen kann, bleibt offen. Wer auf Tore im Effzeh-Spiel setzt, sollte abwarten, ob der Transfer offiziell bestätigt wird.
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