Das DHB-Team hat es tatsächlich geschafft und sich mit einem 31:28 Sieg gegen Kroatien den Platz im Finale gesichert. Dort wartet am Sonntag um 18 Uhr Dänemark, das sich im zweiten Halbfinale ebenfalls mit 31:28 gegen Island durchgesetzt hat. Es ist das Duell der beiden konstantesten Mannschaften dieses Turniers. Für Deutschland ist es zugleich die Chance auf Revanche. Gegen keinen anderen Gegner setzte es im Verlauf der EM eine Niederlage. Genau deshalb richtet sich der Blick nach vorn. Die entscheidende Frage lautet: Hat das DHB-Team aus diesem Spiel gelernt? Die Wettquoten sprechen klar für Dänemark, Deutschland geht als Außenseiter ins Finale. Ein Szenario, das in diesem Turnier allerdings schon mehr als einmal widerlegt wurde.
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Dänemark setzt sich knapp durch
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Deutschland: News, Form und Statistiken
Deutschland hat sich dieses Finale hart erarbeitet. Das 31:28 gegen Kroatien war das Ergebnis von sehr viel Geduld und vor allem einem brutalen Zwischenspurt nach der Pause. In der ersten Hälfte tat sich das DHB-Team noch schwer. Die kroatische 5:1-Deckung bereitete Probleme, in der Abwehr fehlte ohne den angeschlagenen Tom Kiesler zunächst die letzte Aggressivität. Dennoch blieb Deutschland ruhig, fand schließlich immer besser ins Spiel und ging mit einem knappen 17:15 in die Pause.
Nach dem Seitenwechsel kippte das Halbfinale klar. Die deutsche Abwehr stand plötzlich kompakt, dahinter wurde Andreas Wolff immer besser. Im Angriff erhöhte Deutschland das Tempo spürbar, nutzte die Ballgewinne konsequent und zog innerhalb weniger Minuten auf sechs Tore davon. Kroatien wirkte daraufhin müde, Deutschland hingegen gnadenlos fokussiert. Als die Kroaten noch einmal herankamen, blieb das DHB-Team stabil und kontrollierte die Schlussphase souverän.
Dieser Sieg steht für das, was Deutschland bei dieser EM ausmacht: Widerstandsfähigkeit und der Wille, genau im richtigen Moment zuzulegen. Es ist der verdiente Lohn in einem Turnier, das diese Mannschaft Schritt für Schritt geformt hat. Jetzt wartet im Finale erneut Dänemark.
Dänemark: News, Form und Statistiken
Dänemark steht im Finale, doch der Weg dorthin war auch für eine Mannschaft dieser Klasse ein echtes Stück Arbeit. Beim 31:28 gegen Island bewies der Titelverteidiger vor allem Nervenstärke. In einer von hohem Tempo und intensiven Eins-gegen-Eins-Duellen geprägten Partie schenkten sich beide Teams nichts. Das zeigt auch die stolze Bilanz von 19 Siebenmetern.
Island erwischte den besseren Start und zwang die Dänen früh in die Verfolgerrolle. Dass die Wende gelang, lag einmal mehr an Mathias Gidsel. Der Welthandballer ging voran, erzielte sieben Treffer und war der emotionale Motor seines Teams. In der ersten Halbzeit noch statistisch blass, liefen auch Nielsen und Möller pünktlich zur Crunchtime heiß und sicherten so schließlich den Sieg.
Trotz der dünnen Personaldecke am Kreis und der hohen Belastung der Leistungsträger blieb Dänemark im Halbfinale eiskalt und nutzte Islands Fehler in der Schlussphase konsequent aus. Es war kein Sieg der Dominanz, sondern eher einer des Willens und genau diese mentale Robustheit macht die Dänen nun zum gefährlichen Finalgegner für Deutschland.
Deutschland – Dänemark – Quoten
| Wettmarkt | ||||
| 1X2 | ||||
| Deutschland | 6,20 | 6,33 | 6,50 | 6,25 |
| Unentschieden | 11,80 | 12,00 | 12,20 | 11,90 |
| Dänemark | 1,21 | 1,22 | 1,24 | 1,23 |
| Über/Unter 59,5 Punkte | ||||
| Über 59,5 Punkte | 1,64 | 1,66 | 1,69 | 1,65 |
| Unter 59,5 Punkte | 2,18 | 2,15 | 2,12 | 2,17 |
Deutschland – Dänemark – Prognose & Tipp
Deutschland geht als emotionaler Herausforderer in dieses Finale. Dänemark bleibt zwar laut den Quoten der klare Favorit, ist aber mit Sicherheit nicht unantastbar. Der Weg zum Sieg in diesem Turnier führt über Tempo, die Effizienz im Rückraum und die Nerven im letzten Viertel.
Die Dänen werden versuchen, früh Druck aufzubauen und das Spiel breit zu ziehen. Deutschland muss dagegenhalten mit einer engen, aggressiven Deckung und langen, sauberen Angriffen, um das Tempospiel des Gegners zu bremsen und die Partie offen zu halten.
Ein Schlüssel im Spiel wird mit Sicherheit das Torhüterduell. Nur wenn Andreas Wolff oder Justus Späth auf Augenhöhe mit Emil Nielsen agieren oder sogar ein kleines Plus erzielen, hat das DHB-Team eine realistische Chance. Ebenso wichtig sind die Spezialphasen: Siebenmeter, Überzahl und Unterzahl sowie mögliche 7-gegen-6-Situationen werden in einem engen Finale überproportionalen Einfluss haben. Hier bringt Dänemark mehr Erfahrung mit, Deutschland muss deshalb mutig, aber kontrolliert agieren.
Dänemark wird phasenweise das Spiel dominieren, das DHB-Team muss diese Perioden überstehen und immer wieder versuchen, selbst Akzente setzen. Bleibt das Spiel bis in die Schlussviertelstunde eng, ist alles möglich.
Dänemark mag der Favorit sein, doch Deutschland hat sich dieses Endspiel verdient. Mit ihrer enormen Lernkurve und einer mitreißenden Emotionalität besitzt die Mannschaft genau jene Qualitäten, die große Finalspiele zu ihren Gunsten entscheiden können.
Empfehlungen für Wetten Deutschland – Dänemark:
- Über 59,5 Tore: Beide Teams spielen extrem schnell und haben torgefährliche Rückraumspieler. Das spricht für ein torreiches Spiel mit vielen Treffern auf beiden Seiten.
- Mathias Gidsel bester Torschütze: Er ist die erste Option im dänischen Angriff, übernimmt in brenzligen Situationen die Verantwortung und erzwingt durch seine Klasse regelmäßig Abschlüsse.
- Handicap Deutschland +3,5 Tore: Die deutsche Abwehr steht stabil, und die Torhüter sind in Topform. Das spricht für ein enges Match. Selbst bei einer Niederlage sollte der Abstand knapp bleiben.