Es gibt Fußballspiele – und dann gibt es England gegen Argentinien. Morgen Abend treffen die beiden Mannschaften im WM-Halbfinale 2026 aufeinander, und allein die Namen reichen, um die Nackenhaare aufzustellen: Lionel Messi auf seiner wohl letzten Weltmeisterschaft gegen Jude Bellingham, den Mann der Stunde. 1986, 1998, 2002 – diese Begegnungen haben Geschichte geschrieben. Morgen kommt ein neues Kapitel.
England unter Trainer Thomas Tuchel reist mit zwölf von 13 WM-Toren durch Kane und Bellingham nach Atlanta. Argentinien kommt mit Messi (acht Tore), einem umstrittenen VAR-Platzverweis im Gepäck – und dem unbändigen Willen, den Titel zu verteidigen.
Das ist das Spiel des Turniers – noch vor dem Finale. Messi auf seiner letzten WM gegen Bellingham in bester Form. Ich tippe auf ein brutales Spiel mit wenigen Toren. Argentinien hat die Erfahrung. England die Energie. Das geht in die Verlängerung – und da entscheidet ein Moment.

Die Geschichte zwischen diesen Teams: Hand Gottes, Beckham-Rot, ewige Rivalität
England und Argentinien haben eine WM-Geschichte, die sich kein Drehbuchautor ausdenken könnte. 1986 schlug Maradona mit der Hand das Tor des Jahrhunderts – und erzielte dann auch das echte Tor des Jahrhunderts im selben Spiel. 1998 sah David Beckham nach einer Schwalbe von Simeone die Rote Karte, England schied aus. 2002 ein letztes Mal – und auch da traf Beckham, diesmal per Elfmeter. Seitdem sind die beiden nie wieder bei einer WM aufeinandergetroffen. Bis jetzt.
England: Tuchel hat aus einem durchschnittlichen Kader ein Halbfinalteam gemacht
Thomas Tuchel übernahm England im Winter und hat das Team taktisch neu ausgerichtet: defensiv kompakt, schnelle Umschaltsituationen, und immer mit einem Auge auf Bellingham und Kane. Beide haben zusammen zwölf der dreizehn englischen WM-Tore erzielt – das ist einerseits beeindruckend, andererseits ein Warnsignal. Schaltet Argentinien die beiden aus, hat England ein Problem. Aber genau das ist schwer: Bellingham hat in diesem Turnier sechs Tore erzielt, Kane führt die Scorerliste an. Zwei Spieler, ein Plan – und der funktioniert.
Argentinien: Titelverteidiger mit Messi im letzten Tanz
Es ist kein Geheimnis – und Messi selbst hat es angedeutet: Diese WM könnte seine letzte sein. Der 38-Jährige trifft bei diesem Turnier fast nach Belieben, steht bei acht Toren und führt die Torjägerliste an. Dazu kommen Álvarez und Lautaro als tödliches Sturmduo. Argentinien hat allerdings nicht immer schön gespielt – sie kämpfen, klagen beim VAR, und profitieren von Momenten. Gegen England wird das nicht reichen. Oder doch?
Wettquoten England vs. Argentinien – wo liegt der Wert?
Die Quoten für dieses Halbfinale sind relativ ausgeglichen – ein Zeichen, dass die Buchmacher selbst nicht wissen, wer gewinnt. Beide Teams haben ihre Stärken und Schwächen. Wer auf ein Tor von Messi tippt, bekommt attraktive Quoten. Wer auf Bellingham als Matchwinner setzt, ebenfalls. Das Unentschieden nach 90 Minuten ist – wie so oft bei diesem Turnier – die gut bezahlte Außenseiter-Option, die real ist.
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