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Kartell-Krieg vor der WM 2026 – Einfluss auf den DFB

Dennis Buchbauer
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Kartellfürst erschossen, Panzerfahrzeuge vor Stadien, rote Alarmstufe in Guadalajara – und die FIFA? Spricht von „vollstem Vertrauen”. Die WM 2026 wirft Schatten, und die sind alles andere als klein.

FIFA hält an Mexiko fest – trotz Eskalation nach El Menchos Tod

Die Situation in Mexiko vor dem WM bleibt spannend. Ein Einfluss auf den DFB ist momentan wenig wahrscheinlich. Infantino bleibt seiner Rolle als Unsympath in dem Szenario treu.

Sportwettenexperte & Autor
Dennis Buchbauer

Am 22. Februar wurde Nemesio Oseguera Cervantes, bekannt als „El Mencho”, Anführer des CJNG-Kartells, getötet. Was folgte, war keine Ruhe. Es war das Gegenteil. In Teilen Mexikos brachen Unruhen aus, die mexikanische Liga setzte Spiele aus, und ein Testspiel der mexikanischen Nationalelf gegen Island fand nur unter Militäreschutz statt – Panzerfahrzeuge inklusive.

Guadalajara, Heimat des Estadio Akron, gilt als Epizentrum. Die Region Jalisco ist das Stammterritorium des CJNG. Die Regierung hat 10.000 Soldaten entsandt. Teilweise gilt die rote Alarmstufe. Und trotzdem: Die FIFA hält an allen 13 WM-Spielen in Mexiko-Stadt, Monterrey und Guadalajara fest. Gianni Infantino demonstriert Gelassenheit, die viele für gespielt halten.

Mexikos Präsidentin Claudia Sheinbaum verspricht „null Risiko” für WM-Besucher. Sicherheitsexperten nennen das, freundlich ausgedrückt, eine Beschönigung. Weniger freundlich: eine gefährliche Lüge. Denn die realen Risiken liegen nicht nur in direkter Gewalt – Kartellreste könnten gezielt Infrastruktur stören. Flughäfen. Zufahrtsstraßen. Genau die Wege, die Fans und Teams brauchen.

DFB-Team spielt nicht in Mexiko – vorerst

Für die deutsche Nationalmannschaft gilt zunächst: Entwarnung. Nagelsmanns Team bestreitet alle drei Gruppenspiele der WM 2026 in den USA und Kanada – Houston, East Rutherford, Toronto. Das Basecamp liegt in North Carolina. Mexiko ist in der Gruppenphase kein Thema.

Erst ab dem Sechzehntelfinale könnte das DFB-Team in Mexiko spielen. Abhängig davon, wie Deutschland die Gruppe E abschließt. Ob die Sicherheitslage bis dahin – Sommer 2026 – stabil ist, weiß niemand. Der DFB zeigt sich „alarmiert” und steht täglich im Austausch mit dem Auswärtigen Amt. Das ist das Mindeste.

Was bleibt, ist ein unbehagliches Bild. Eine FIFA, die Warnzeichen wegmoderiert. Ein Gastgeberland, das strukturelle Sicherheitsprobleme mit PR-Formeln überkleistert. Und ein Turnier, das in wenigen Monaten das größte Fußballereignis der Welt sein soll – mit Panzern vor den Stadien als Kulisse. Deutschland muss sich aktuell keine Sorgen machen. Aber der Sommer wird lang.

Dennis Buchbauer

Hi, ich bin Dennis – Experte für Predictive Analytics und Sportwetten. Seit über 10 Jahren beschäftige ich mich intensiv mit Sportwetten und der Frage, wie sich Daten in fundierte Vorhersagen verwandeln lassen. Auf Wette.de bin ich für die Testberichte sowie die Sportwetten-Strategien zuständig. Jeden Wettanbieter teste ich aus echter Spielersicht – ich schaue mir nicht nur die Webseite an, sondern wette tatsächlich selbst. Mein Hintergrund in Consumer Behavior Prediction und Event Forecasting fließt dabei direkt in meine Analysen und Wetttipps ein.