Sieben Pflichtspiele, ein Tor, 33 Jahre alt – und trotzdem ein Zehn-Millionen-Gehalt. Fenerbahce kauft hier keinen Formstand, sondern einen Namen.

Einigung steht – die Zahlen gehen auseinander
Fabrizio Romano meldet eine volle Einigung zwischen Fenerbahce und Napoli, die persönlichen Bedingungen mit Lukaku seien geklärt, die Klubs prüften die letzten Unterlagen. Die Ablöse beziffert Romano auf etwas mehr als sechs Millionen Euro zuzüglich Boni. Türkische Medien wie Fotomaç sprechen dagegen von rund zehn Millionen. Offiziell bestätigt ist bislang nichts.
Der Weg dorthin war zäh. Fenerbahce startete mit einem Angebot im Bereich von fünf Millionen, Napoli lehnte ab und beharrte auf etwa dem Doppelten. Erst ein nachgebessertes Gebot brachte Bewegung.
Interessant wird es beim Gehalt. Nach mehreren Berichten strebte Lukaku ein Jahressalär um zehn Millionen Euro an – für einen Spieler, der zuletzt kaum auf dem Platz stand. In der Saison 2025/26 kam er verletzungsbedingt auf sieben Pflichtspiele und einen Treffer. Sein Vertrag in Neapel wäre im Sommer 2027 ausgelaufen.
Chelsea kassiert mit – und Napoli sucht schon den Nachfolger
Ein Detail, das in Istanbul niemand gerne hört: Chelsea sicherte sich beim Verkauf nach Neapel eine Weiterverkaufsbeteiligung von 40 Prozent. Ein spürbarer Anteil der Summe fließt also direkt nach London weiter. Für Napoli bedeutet das umgekehrt, dass die Klubkasse deutlich weniger sieht, als die Schlagzeile suggeriert.
Bei Fenerbahce passt Lukaku in ein Muster. Der Klub hat im Sommer bereits Mason Greenwood für 39 Millionen Euro von Marseille geholt, dazu Nathan Aké, Vedat Muriqi und weitere Spieler verpflichtet. Rund 80 Millionen Euro flossen in den Kaderumbau, das Ziel heißt Meisterschaft gegen Galatasaray.
Und Napoli? Der Klub hat laut Ben Jacobs bereits Kontakt zu Arsenal wegen Gabriel Jesus aufgenommen. Ein Sturmplatz wird frei, das Geld dafür soll aus dem Lukaku-Verkauf kommen.
Eines kann der Belgier heute Abend nicht: mitspielen. Wenn Fenerbahce um 20:30 Uhr in Graz um den Einzug in die Champions-League-Play-offs kämpft, ist Lukaku noch kein Spieler des Klubs. Sollte der Transfer über die Bühne gehen und Fenerbahce sich durchsetzen, könnte er ab dem 18. August in den Play-offs zur Verfügung stehen.