Neuers Leistungen, Erfolge und Alter in allen Ehren – ihn wieder in die Nationalmannschaft zu holen wäre der falsche Schritt! Gegen die Unruhe werden seine regelmäßigen Patzer in jüngster Zeit nicht helfen.
Zwei Patzer, ein Sieg – und eine Frage, die sich der DFB nicht mehr stellen muss
Erst der Fehlpass in Minute eins. Dann ein Güler-Freistoß, den Neuer nicht entscheidend abwehren kann. Dazwischen: individuelle Klasse, Erfahrung, Führung. Der 40-Jährige ist kein schlechter Torhüter. Er ist ein unberechenbarer. Und das ist auf diesem Niveau das Gefährlichere.
Michael Olise rettete Bayern in der 94. Minute – in Überzahl, nach Cavavingas Gelb-Rot. Der Sieg war verdient, das Zittern unnötig. Pavlovic traf, Musiala kämpfte trotz Fitnesszweifeln durch. Für Nagelsmann und sein DFB-Kader-Kalkül ist das Spiel Beweis und Warnung zugleich: Die Bayern-Spieler stecken in einer physischen Grenzbelastung, Woche für Woche.
Neuer und die Nationalmannschaft: Ein Kapitel, das geschlossen bleibt
Neuer hat es zuletzt im ZDF-Sportstudio noch einmal klar gesagt. Kein Comeback. Kein WM 2026. Er sehe sich als entspannten Beobachter. Nagelsmann setzt auf ter Stegen – und nach diesem Abend dürfte das kein Nagelsmann-Risiko mehr sein, sondern die einzig vernünftige Entscheidung.
Lothar Matthäus und andere rufen seit Wochen nach einer Ausnahme. Die gestrigen Bilder liefern die Antwort. Neuer in Hochform ist Weltklasse. Neuer mit Konzentrationslücken ist ein Risiko, das sich eine Nationalmannschaft kurz vor dem größten Turnier der Welt nicht leisten kann.
Was bleibt: Bayern im Halbfinale, die Deutschland WM 2026-Vorbereitung läuft – und eine Torhüterfrage, die endlich keine mehr ist. Gut so.