Zweifelsohne einer der besten Verteidiger des Landes aktuell. Bei der WM kann er beweisen, dass er auch auf der größten Bühne abliefern kann. Dann steht seiner weiteren Weltkarriere nichts mehr im Weg!

Nagelsmanns Abwehrchef – und kein Ersatz in Sicht
Beim DFB ist die Sache klar. Julian Nagelsmann hat Schlotterbeck längst zum Fixpunkt seiner Defensive erklärt – neben Antonio Rüdiger und Jonathan Tah kommt kaum jemand an ihm vorbei. Der Bundestrainer bezeichnete ihn zuletzt als einen seiner „Key-Player”, als Teil des Gerüsts, das die Nationalmannschaft zusammenhält. Neben Kimmich und Musiala. Das ist kein kleines Lob.
Warum gerade Schlotterbeck? Linksfuß, überragender Spielaufbau, statistisch der Verteidiger mit den meisten progressiven Pässen der Bundesliga in dieser Saison. Ein Profil, das Nagelsmann im Kader schlicht nicht doppelt besetzt hat. Fällt er aus, entsteht ein Loch. Kein Backup, kein gleichwertiger Ersatz. So viel zur Unverzichtbarkeit.
Dazu kommt die Torgefahr. Sechs Torbeteiligungen in der Bundesliga – für einen Innenverteidiger ist das außergewöhnlich. Beim 2:0 gegen Augsburg zuletzt wieder stark, FotMob-Rating 8,1. Die Form stimmt.
Transferpoker beim BVB – und die WM als Joker
Parallel läuft der Poker mit Borussia Dortmund. Vertrag bis 2027, keine Verlängerung unterschrieben. Diese Woche soll es zur finalen Verhandlungsrunde kommen. Der BVB legt 14 Millionen Euro Jahresgehalt auf den Tisch, will ihn zum Topverdiener machen. Schlotterbeck soll intern aber längst klargemacht haben: Er denkt über einen Wechsel nach. Premier League oder La Liga – das ist die Bühne, die er sich vorstellt.
Real Madrid hat ihn auf dem Zettel, Liverpool gilt als heißester Interessent. Die Reds suchen einen Nachfolger für Konaté und sehen in dem 25-Jährigen genau das Profil, das sie brauchen. Sollte Dortmund ihn ziehen lassen, dürfte die Ablöse bei rund 70 Millionen Euro liegen – mehr als sein aktueller Marktwert von 55 Millionen. Kein Schnäppchen. Aber für Weltklubs kein Problem.
Und jetzt kommt die WM ins Spiel. Deutschland 2026 – das ist für Schlotterbeck nicht nur sportlicher Höhepunkt, sondern taktischer Zug. Ein starkes Turnier gegen die besten Angreifer der Welt, im globalen Rampenlicht, mit Milliarden Zuschauern: Kein Transfergespräch läuft besser als eines nach einer überzeugenden WM. Sein Marktwert würde steigen. Seine Verhandlungsposition auch. Timing könnte kaum besser sein – Vertragsende 2027, Transferfenster direkt danach.
Für die Nationalmannschaft und Deutschland WM 2026 ist Schlotterbeck schlicht gesetzt. Für ihn persönlich ist dieses Turnier mehr als Fußball.