35 Jahre ohne WM-Sieg. 1990 war der letzte – dann lange nichts. Qualifikation verpasst, große Turniere verpasst, langer Weg zurück. Heute: John McGinn, 28. Minute, Foxborough Stadium, 64.000 Zuschauer. Schottland lebt wieder auf der Weltbühne.
Schottland 1:0 Haiti – das war kein Schönheitswettbewerb. Aber ich sage: Erstrundensiege bei Weltmeisterschaften sind keine Kunstform. Die sind Mathematik. Drei Punkte, Tabellenführung, weitermachen. McGinn hat getroffen, Schottland hat gewonnen, und für ein Land, das 28 Jahre auf diesen Moment gewartet hat, ist das mehr als genug.

McGinn und das Comeback nach 28 Jahren
Schottlands letztes WM-Gruppenspiel war 1998 in Frankreich. Seitdem: keine Qualifikation, keine großen Turniere, eine lange Dürre. Und jetzt: WM 2026, erster Spieltag, Gruppe C, und John McGinn schießt die Schotten nach fast drei Jahrzehnten WM-Abstinenz auf die Siegerstraße. Mit einem abgelenkten Nachschuss in der 28. Minute. Nicht elegant – aber was ist Eleganz gegen drei Punkte?
Haiti – mutig, aber nicht gut genug
Haiti war nicht passiv. Die Karibiker kämpften, versuchten ihr Spiel zu machen, hatten einzelne Momente. Aber gegen ein geordnetes schottisches Team, das defensiv solide stand, fehlte ihnen das letzte Prozent. Ihre einzige WM-Teilnahme davor war 1974 – auch damals ohne Sieg. Und bei dieser WM wird sich das leider nicht ändern.
Schottland führt Gruppe C an – wirklich
Nach Spieltag 1 führen die Schotten Gruppe C mit drei Punkten an. Gleichauf mit dem Ergebnis: Brasilien und Marokko teilen sich einen Punkt, Schottland steht oben. Das war niemands Erwartung. Aber für Schottlands Fans, die seit einer Generation auf genau diesen Moment gewartet haben, ist es real – und das zählt heute mehr als jede Tabellensimulation.