Ich sehe Stiller vor Goretzka, daher freue ich mich über die Nominierung, auch Führich kann eine Verstärkung sein.

Stiller statt Goretzka? Die logische Frage stellt sich sofort
Stiller gehört in diesen Kader. Punkt. Ein Mittelfeldspieler, der das Tempo kontrolliert, der Schnittstellen bespielt, der denkt, bevor er den Ball hat. Beim VfB läuft es gerade – und Stiller ist ein wesentlicher Grund dafür.
Dass Nagelsmann trotzdem immer wieder zu Leon Goretzka greift, bleibt erklärungsbedürftig. Der Bundestrainer selbst versuchte es auf der Pressekonferenz: „Ich möchte betonen, dass Leon keinen Freifahrtschein hat. Er hat ein gewisses Alter und sehr viel Erfahrung, da kann man die Menge der Spielzeit nicht vergleichen.” Klingt nach Verteidigung, nicht nach Überzeugung.
Führich als Joker – Nmecha und Pavlovic fehlen schmerzhaft
Führich ist eine Allzweckwaffe. Flexibel, temporeich, unangenehm für Gegner. Ob er bei der WM 2026 wirklich zum Einsatz kommt, steht auf einem anderen Blatt – aber die Nominierung für die Nationalmannschaft ist verdient.
Die Ausfälle wiegen. Pavlovic hat sich unter Kompany zur Stammkraft auf der Sechs entwickelt. 35 Spiele, wichtige Präsenz, klare Rolle. Nmecha ist der Motor im BVB-Mittelfeld – 40 Spiele, 8 Torbeteiligungen, auch wenn Dortmund gerade nach der Entlassung von Sportdirektor Sebastian Kehl sucht, wohin die Reise geht.
Für Deutschland gilt: Der Kader für die WM 2026 nimmt Form an. Nicht immer die gewünschte – aber Nagelsmann justiert. Schnell.