Die nächste bittere Nachricht für ter Stegen, der sich eine Muskelverletzung im Oberschenkel zuzog. Der 33-Jährige muss in den kommenden Tagen operiert werden – eine WM-Teilnahme scheint damit fast aussichtslos.
Unser Experte Dennis Buchbauer schätzt ein
Wahnsinnig bitter für ter Stegen, der auf dem Papier besser ist, als unsere aktuelle Torhüter-Auswahl. Es könnte tatsächlich seine letzte Chance auf ein großes Turnier gewesen sein.

Verletzung nach zwei Spielen für Girona
Marc-André ter Stegen scheint aktuell vom Pech verfolgt. Der Torhüter wechselte nach langer Verletzungspause und entsprechend wenig Spielzeit vom FC Barcelona zum Girona FC. Hansi Flick gewährte dem gebürtigen Mönchengladbacher zwar eine Art Abschiedsspiel, machte allerdings deutlich, dass er bei den Katalanen keine weiteren Einsatzzeiten zu erwarten habe. Ein Wechsel war die logische Konsequenz auf der Jagd nach Spielpraxis
Der Wechsel zu Girona sollte die Wende bringen, die in La Liga im unteren Mittelfeld rangieren. Rein sportlich betrachtet eine Win-Win-Situation, bei der ter Stegen Spielzeit und Praxis sammeln kann, während sich der Verein mit einem Torwart mit potenziellem Weltformat verstärkt.
Genau so sah es bei den ersten beiden Einsätzen des Deutschen aus, in denen er überzeugte und gegen Getafe in der letzten Aktion einen Punkt rettete.
Operation statt Nationalelf
Nun die Schocknachricht, dass sich ter Stegen und Verein für eine Operation entschieden haben und der Keeper damit monatelang ausfällt. Die WM dürfte für ihn damit kaum machbar sein. Es ist besonders tragisch für Marc-André ter Stegen, der verletzungsfrei, fit und mit Spielpraxis zweifelsfrei zu den besten Deutschen auf seiner Position gehört.
Seit dem DFB-Rücktritt Manuel Neuers plagen ihn teils schwere Rückschläge und lange Ausfallzeiten, weshalb er nie seine verdiente Bühne in der Nationalelf betreten konnte. Ob er zumindest im Kader von Nagelsmann sein wird, bleibt abzuwarten. So stellt sich bis zum Turnierstart am 11. Juni weiterhin die Torwartfrage, bei der Oliver Baumann wohl die besten Karten hat.