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Nächster Eklat: USA verweigern Elfenbeinküste-Fans die Einreise

Dennis Buchbauer
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Die WM 2026 hat heute begonnen. Und die Fans der Elfenbeinküste schauen sie zu Hause an. Nicht weil sie keine Tickets hatten. Nicht weil sie nicht wollten. Sondern weil die USA sie schlicht nicht reingelassen haben.

Was hier passiert, ist ein Skandal – und zwar ein doppelter. Erst verkauft die FIFA das Turnier in die USA. Dann lässt das Gastgeberland einen großen Teil der Welt schlicht nicht rein. Fans, die Tausende Euro für Tickets und Flüge ausgegeben haben, sitzen zu Hause. Das ist keine Panne. Das ist Politik auf dem Rücken des Sports.

Sportwettenexperte & Autor
Dennis Buchbauer

„Die USA wollen unsere Fans nicht hier haben”

Das nationale Fankomitee der Elfenbeinküste hat die gesamte Reise zur WM abgesagt. Komiteepräsident Julien Kouadio Adonis sagte es so direkt, wie es ist: Die US-Regierung will keine Fans aus bestimmten Ländern im Land. Darunter die Elfenbeinküste. Der Plan war, mindestens 500 Anhänger zu den Spielen zu schicken. Am Ende haben ein paar CNSE-Funktionäre ein Visum bekommen – einziger Auftrag: die ivorische Diaspora vor Ort koordinieren, damit die Mannschaft überhaupt irgendjemanden auf der Tribüne hat, der für sie singt.

Das ist die Realität dieser WM.

Rechtliche Grundlage ist die Presidential Proclamation 10998, seit Anfang 2026 in Kraft. Sportler, Trainer, akkreditiertes Personal – die kommen rein. Der Betrieb läuft. Die Kameras drehen. Für Fans, Familienangehörige der Spieler und weite Teile der Presse gilt das nicht. Die Visum-Kautionen von bis zu 15.000 Dollar wurden kurzfristig entschärft. Die Einreiseverbote selbst? Unangetastet.

Schiedsrichter abgewiesen, Teams auf dem Rollfeld durchsucht – das ist kein Einzelfall

Senegal, Iran, Haiti – alle qualifiziert, alle betroffen. Der somalische Schiedsrichter Omar Artan hatte ein gültiges WM-Visum. Trotzdem: am Flughafen abgewiesen, Heimreise angetreten. Die senegalesische Nationalmannschaft wurde nach der Landung direkt auf dem Rollfeld kontrolliert. Iran und Südafrika bekamen ihre Visa erst auf den letzten Drücker.

Und das sind nur die Fälle, über die wir Bescheid wissen.

Marokkanische, jordanische, schottische Fans melden heute reihenweise gestrichene oder abgelehnte Einreisegenehmigungen. Ohne Begründung. Nach tausenden Euro für Tickets, Flüge, Hotels. Der WM-Traum endet für viele, bevor ein Ball gerollt ist.

Für die Elfenbeinküste trifft das den Nerv. Die Mannschaft – Gruppenkonkurrent der deutschen Nationalelf – spielt am 15. Juni gegen Ecuador in Philadelphia, am 25. Juni dort gegen Curacao. Beide Male kein Fanblock aus der Heimat. Das Duell gegen Deutschland am 20. Juni in Toronto fällt zwar unter kanadisches Recht, doch auch dort stehen westafrikanische Fans vor bürokratischen Mauern.

Die FIFA? Schweigt bisher.

 

Dennis Buchbauer

Hi, ich bin Dennis – Experte für Predictive Analytics und Sportwetten. Seit über 10 Jahren beschäftige ich mich intensiv mit Sportwetten und der Frage, wie sich Daten in fundierte Vorhersagen verwandeln lassen. Auf Wette.de bin ich für die Testberichte sowie die Sportwetten-Strategien zuständig. Jeden Wettanbieter teste ich aus echter Spielersicht – ich schaue mir nicht nur die Webseite an, sondern wette tatsächlich selbst. Mein Hintergrund in Consumer Behavior Prediction und Event Forecasting fließt dabei direkt in meine Analysen und Wetttipps ein.