Home » News » 20 millionen und fuenf absagen lucumi zwingt sich zu juventus

20 Millionen und fünf Absagen: Lucumí zwingt sich zu Juventus

Dennis Buchbauer
Offenlegung
Wir verwenden Affiliate-Links in unseren Inhalten. Wenn Sie auf diese Links klicken, erhalten wir möglicherweise eine Provision - ohne zusätzliche Kosten für Sie. Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich mit unseren Allgemeinen Geschäftsbedingungen und unserer Datenschutzrichtlinie einverstanden.

Manchmal entscheidet nicht das Geld, sondern der Kopf des Spielers. Jhon Lucumí hat seinen Beratern offenbar unmissverständlich klargemacht, dass für ihn nur ein Klub infrage kommt: Juventus. Fünf Interessenten hat der Kolumbianer abgeblockt, darunter Como sowie die Premier-League-Vertreter Nottingham Forest und Sunderland. Jetzt ist die Einigung mit Bologna da – 20 Millionen Euro plus Boni.

Der 28-jährige Innenverteidiger soll einen Fünfjahresvertrag über rund 2,5 Millionen Euro netto pro Saison unterschreiben. Der Medizincheck in Turin ist terminiert, die Papiere sollen binnen 48 Stunden durch sein. Für Juventus ist es nach dem festen Transfer von Randal Kolo Muani Anfang August der zweite große Baustein dieses Sommers – und der erste, der eine echte Schwachstelle im Kader adressiert.

Ein 28-Jähriger, der fünf Angebote ausschlägt, weil er unbedingt zu einem Klub will – das ist genau der Spielertyp, der in einer Serie-A-Saison über 38 Spieltage den Unterschied macht. Für Juve-Wetten auf wenig kassierte Tore ist dieser Transfer relevanter, als die Ablösesumme vermuten lässt.

Sportwettenexperte & Autor
Dennis Buchbauer

Wie Bologna von 28 auf 20 Millionen rutschte

Der Preis erzählt die eigentliche Geschichte. Ursprünglich stand in Lucumís Vertrag eine Ausstiegsklausel über 28 Millionen Euro. Bologna senkte auf 25, dann auf 20 – nicht aus Großzügigkeit, sondern aus Kalkül. Der Vertrag des Kolumbianers läuft im kommenden Sommer aus. Die Sorge, einen Stammspieler ablösefrei zu verlieren, wog am Ende schwerer als der Wunsch nach dem Maximalbetrag.

Für Juventus ist das ein Geschäft mit klarer Logik. Ein erfahrener Innenverteidiger mit vier Serie-A-Jahren bei einem Klub, der defensiv über Jahre überdurchschnittlich stabil war, kostet weniger als ein Talent aus der zweiten Reihe. Lucumí ist kein Projekt, sondern eine Sofortlösung – und genau danach hat die Bianconeri-Führung im Sommer gesucht.

Der Kader wächst – langsam, aber gezielt

Juventus hat in diesem Transferfenster keine Feuerwerksstrategie gefahren. Kolo Muani kam Anfang August fest aus Paris, für eine Fixsumme von 38 Millionen Euro plus bis zu zwölf Millionen an Boni. Dazu jetzt Lucumí. Offen bleibt die Torhüterfrage: Emiliano Martínez war lange der Wunschkandidat, gleichzeitig wurden Alternativen wie Guglielmo Vicario und Zion Suzuki sondiert. Bis zum Ende des Transferfensters am 1. September dürfte hier noch etwas passieren.

Was auffällt: Juventus kauft in diesem Sommer Spieler, die den Klub wollen, nicht Spieler, die den Klub als Zwischenstation sehen. Bei Kolo Muani war es die Rückkehr an einen Ort, an dem er bereits erfolgreich war. Bei Lucumí ist es eine ausdrückliche Absage an drei finanzstärkere Ligen. Das ist keine Garantie für Erfolg, aber es ist ein anderer Ausgangspunkt als in den vergangenen Jahren.

Wettblick: Was der Markt noch nicht eingepreist hat

Die Meisterschaftsquoten für Juventus haben sich in den vergangenen Wochen kaum bewegt. Der Markt sieht die Bianconeri weiterhin hinter Inter und Napoli, mit einem Abstand, der die Kadertiefe honoriert, aber die Defensivarbeit nur bedingt berücksichtigt. Genau hier wird es für Wetter interessant.

Innenverteidiger-Transfers wirken sich selten auf Siegquoten aus, dafür deutlich auf Nebenmärkte. Zu-null-Wetten, Unter-2,5-Linien und Handicap-Märkte in Auswärtsspielen gegen Mittelfeldklubs sind die Bereiche, in denen ein Lucumí-Effekt zuerst sichtbar wird – und dort reagieren Buchmacher träge, weil sie mehrere Spieltage Datenmaterial abwarten. Wer früh in der Saison auf eine stabilere Juve-Defensive setzt, bekommt aktuell noch Quoten, die auf der vergangenen Saison basieren.

Ein Wort der Vorsicht: Lucumí hat in Bologna in einem System gespielt, das ihn defensiv abgesichert hat. Ob er in Turin dieselbe Rolle bekommt, ist offen. Wer wettet, sollte die ersten drei, vier Spieltage abwarten und schauen, wie die Innenverteidigung tatsächlich besetzt wird – und erst dann auf Linien gehen, die eine Defensivverbesserung voraussetzen.

Bemerkenswert ist auch das Timing. Juventus hat den Deal wenige Tage vor dem Serie-A-Auftakt durchgezogen, statt bis zum Deadline Day zu warten. Das gibt Lucumí die Chance, sich vor dem ersten Pflichtspiel einzuspielen, und nimmt Bologna die Möglichkeit, den Preis in letzter Sekunde noch einmal hochzutreiben. Für einen Klub, der in den vergangenen Transferperioden oft spät und teuer gehandelt hat, ist das ein deutlicher Kurswechsel im Vorgehen.

beste Wettanbieter

Dennis Buchbauer

Hi, ich bin Dennis – Experte für Predictive Analytics und Sportwetten. Seit über 10 Jahren beschäftige ich mich intensiv mit Sportwetten und der Frage, wie sich Daten in fundierte Vorhersagen verwandeln lassen. Auf Wette.de bin ich für die Testberichte sowie die Sportwetten-Strategien zuständig. Jeden Wettanbieter teste ich aus echter Spielersicht – ich schaue mir nicht nur die Webseite an, sondern wette tatsächlich selbst. Mein Hintergrund in Consumer Behavior Prediction und Event Forecasting fließt dabei direkt in meine Analysen und Wetttipps ein.