24 Tore fehlen ihm zur 1.000. Wer ihn kennt, weiß: Diese Zahl steuert die gesamte Saisonplanung.

Ronaldo kündigt sein letztes Jahr im Profifußball an
Für die größte Ansage seiner Spätkarriere wählte der 41-Jährige kein Sportmedium, sondern ein Modemagazin. “Es wird wahrscheinlich mein letztes Jahr im Fußball sein”, sagte Ronaldo der “Vogue”. Er wolle ein spektakuläres Vermächtnis hinterlassen.
Ein Wort trägt dabei die ganze Last: wahrscheinlich. Ronaldo nannte kein Datum, kein Abschiedsspiel, keinen letzten Wettbewerb. Sein Vertrag bei Al-Nassr läuft noch bis 2027 – er würde also ein Jahr früher aufhören als vertraglich möglich. Bei der WM in den USA, Kanada und Mexiko hatte er bereits klargestellt, dass es sein letztes Turnier dieser Art war. Portugal scheiterte im Achtelfinale mit 0:1 am späteren Weltmeister Spanien.
Bleibt die Rechnung, die Ronaldo seit Jahren mit sich herumträgt: 976 Pflichtspieltore stehen zu Buche, 1.000 sind das Ziel. In der vergangenen Saison traf er 30-mal in 37 Spielen und führte Al-Nassr zum ersten Meistertitel seit sieben Jahren. 24 Treffer in einer Spielzeit – das ist für ihn machbar. Knapp, aber machbar.
Die Hochzeit fand im Wohnzimmer statt – und kostete ihn den Saisonstart
Wochenlang spekulierten portugiesische Medien über die Kathedrale von Funchal und eine Party im Luxushotel Savoy Palace. Falsch. Ronaldo und Georgina Rodríguez gaben sich am 11. August standesamtlich das Ja-Wort – in ihrem Anwesen in Cascais bei Lissabon, im Wohnzimmer, im Beisein der Familie und der fünf Kinder. Die Agentur des Portugiesen bestätigte die Trauung tags darauf der Nachrichtenagentur AFP. Bilder der Zeremonie gab es keine.
Erst im “Vogue”-Gespräch rückte das Paar den Ort heraus. Der Termin hat Symbolwert: Genau ein Jahr zuvor, am 11. August 2025, hatte Rodríguez ihren Verlobungsring auf Instagram gezeigt. Nach zehn Jahren Beziehung folgte nun die kleinstmögliche Feier – Ronaldo hatte schon nach der Verlobung angekündigt, seine Partnerin möge keine großen Partys.
Sportlich hatte die Hochzeit Folgen. Al-Nassrs neuer Trainer Ange Postecoglou gewährte seinem Kapitän verlängerten Urlaub, weshalb Ronaldo beim Ligastart gegen Al-Fateh am 15. August fehlte und auch das King’s-Cup-Spiel in Diriyah verpasste. Ein Stürmer, der seine letzte Saison ankündigt und die ersten beiden Pflichtspiele davon auslässt – das muss man erst mal aushalten.
Am Freitag soll es so weit sein: Gegen Al Riyadh wird Ronaldos Rückkehr erwartet. Der zweite Spieltag als erster Auftritt einer Abschiedssaison, die er selbst noch nicht endgültig bestätigt hat.