Lange war die Frage die nervigste der deutschen Fußballdebatte: Kommt Manuel Neuer zurück? Jede Woche ein neues Gerücht, jede Pressekonferenz eine neue Ausweichung von Nagelsmann. Uli Hoeneß wollte ihn, Lothar Matthäus wollte ihn, halb Deutschland wollte ihn. Neuer selbst? Der wollte nicht. Und damit ist die Debatte beendet.
Baumann hat die Quali gespielt, Baumann hat geliefert, Baumann hat das Vertrauen verdient. Wenn Nagelsmann jetzt umschwenken würde, wäre das ein Zeichen der Schwäche – nicht der Klugheit.
Was die Zahlen sagen
Die Bild hat den direkten Vergleich gezogen – und Baumann steht gut da. In 21 Länderspielen parierte er 71 Prozent aller Bälle auf sein Tor. Seine Ruhe bei Flanken, sein Stellungsspiel und sein Aufbauspiel mit dem Fuß haben sich in der Qualifikation deutlich verbessert. Alexander Nübel liegt mit 70 Prozent Paraden knapp dahinter, ist aber Nummer 2. Neuer? Stand gar nicht im Tor.
Das sagt alles. Deutschland hat kein Torwartproblem – es hatte nur ein Diskussionsproblem. Und das ist nun gelöst.
Der echte Neue heißt Baumann
Was viele vergessen: Neuer hat seine DFB-Karriere nach der Heim-EM 2024 selbst für beendet erklärt. Er hat die Entscheidung getroffen, nicht Nagelsmann. Das verdient Respekt. Und es verdient, dass Deutschland jetzt konsequent weitermacht – mit Baumann als Nummer 1, Nübel als solider Nummer 2 und Jonas Urbig als Zukunftsoption.
Neuer bleibt eine Legende. Aber Legenden spielen keine WM mehr. Baumann schon. Und das ist gut so.