Zwei Jahre, keine Verlängerungsoption, keine Ablöse. Inter hat sich abgesichert für den Fall, dass der Körper nicht mitspielt.

Stones bei Inter: Zwei Jahre, keine Option, kein Risiko
Inter bestätigte den Wechsel Ende Juli. Der Vertrag läuft bis Juni 2028, dann ist Stones 34. Eine Option auf ein weiteres Jahr gibt es nicht. Laut italienischen Medienberichten liegt das Gehalt bei rund vier bis viereinhalb Millionen Euro netto pro Saison – für Inters Verhältnisse ordentlich, aber weit entfernt von einer Sonderbehandlung.
Die Vertragslänge sagt mehr über die Einschätzung des Klubs aus als jede Pressemitteilung. Inter holt einen Weltklasseverteidiger auf Bewährung.
47,5 Millionen Pfund kostete Stones im Sommer 2016, als City ihn Everton abkaufte. Zehn Jahre später wechselte er zum Nulltarif. Dazwischen liegen 295 Pflichtspiele, sechs englische Meisterschaften, drei FA Cups, drei Ligapokale und der Champions-League-Titel 2023. Dazwischen liegen aber auch immer mehr Verletzungspausen.
Konkurrenz für Bisseck – und ein Trainer, der rotieren kann
Bei Cristian Chivu trifft Stones auf eine Innenverteidigung, die im Kern steht. Yann Bisseck war in der Rückrunde der Meistersaison gesetzt, dazu kommen Alessandro Bastoni und Manuel Akanji, den Stones aus Manchester kennt. In den Vorschauen zum Auftakt taucht Stones im Dreierverbund auf – bestätigt ist nichts, aufgestellt wird am Samstag.
Sportlich spricht einiges für den Transfer. Die Serie A wird traditionell mit weniger Dauervollgas gespielt als die Premier League, Chivu kann rotieren, und Inter braucht in einer Saison mit Champions League schlicht Tiefe. Arsenal, Chelsea und Juventus hatten angeklopft. Stones entschied sich für Italien und für seinen ersten Auslandsverein überhaupt.
Bei der WM in Nordamerika kam er auf fünf Einsätze, im Halbfinale gegen Argentinien war es sein 94. Länderspiel. England wurde Dritter. Frisch ist er also nicht in diese Vorbereitung gegangen.
Samstag, 18:30 Uhr, San Siro, Gegner Monza. Der Meister startet – und Stones wohl mittendrin.