Laimer ist der Spieler, den kein Trainer freiwillig abgibt: Er füllt vier Positionen, er beschwert sich nie, er liefert 47 Spiele pro Saison. Genau deshalb konnte er pokern. Und genau deshalb haben die Bayern am Ende gezahlt.

Laimer bis 2029: Sechs Monate Poker, dann die Einigung
Ein halbes Jahr zogen sich die Gespräche. Berichten zufolge forderte Laimers Seite anfangs bis zu 15 Millionen Euro pro Jahr. Am Ende stand ein Kompromiss: neuer Vertrag bis Sommer 2029, laut Sky Sport künftig über zehn Millionen Euro brutto inklusive Boni, die Bild nennt bis zu zwölf.
Sportlich lässt sich das begründen. Laimer kam 2023 ablösefrei aus Leipzig, eigentlich als Mittelfeldspieler, und wurde unter Vincent Kompany zum Rechtsverteidiger. 47 Pflichtspiele in der Vorsaison, drei Tore, neun Vorlagen, dazu Meisterschaft und Pokal. Sportdirektor Christoph Freund lobte vor allem die Konstanz des Österreichers.
Uli Hoeneß hatte während der Verhandlungen trocken angemerkt, Laimer sei eben nicht Maradona. Bezahlt wurde er trotzdem wie ein Stammspieler. Was er ja auch ist.
Pellegrini bleibt in Rom – für das halbe Gehalt
In Italien läuft es genau umgekehrt. Pellegrinis Vertrag lief am 30. Juni aus, seitdem war der 30-Jährige vereinslos. Juventus und Como warben um ihn. Er blieb.
Laut Sky Sport Italia haben sich beide Seiten auf einen Einjahresvertrag bis Juni 2027 verständigt, das Gehalt sinkt auf rund 2,5 Millionen Euro plus Boni – etwa die Hälfte des bisherigen Salärs. Die offizielle Bestätigung der Roma stand am Freitagvormittag noch aus.
Es wird Pellegrinis elfte Saison im Trikot der Giallorossi. Über 250 Pflichtspiele, gut 40 Tore, 2022 als Kapitän der Conference-League-Sieg unter Mourinho. Zuletzt bremste ihn eine Verletzung, weshalb die Verhandlungen überhaupt erst so spät starteten.
Gian Piero Gasperini bekommt damit seinen Spielmacher zurück – rechtzeitig zur Rückkehr in die Champions League nach acht Jahren.