Dortmund verliert bei diesem Deal kein Geld, sondern gewinnt Zeit. Fünf Millionen Gehalt weg, dazu eine Leihgebühr und eine Option, die den Einkaufspreis fast deckt – sportlich ist es trotzdem ein Eingeständnis. Für 25 Millionen Euro kauft man keinen Backup.

Leihgebühr, Gehalt, Kaufoption: Was der BVB aus dem Deal zieht
Beide Klubs machten den Wechsel am Donnerstagabend offiziell. Couto geht für die Saison 2026/27 an den Comer See, sein Dortmunder Vertrag läuft parallel bis 2030 weiter.
Die Konditionen laut übereinstimmenden Medienberichten: Como zahlt eine Leihgebühr zwischen zwei und drei Millionen Euro, übernimmt das volle Gehalt des 24-Jährigen von rund fünf Millionen Euro und sichert sich eine Kaufoption. Deren Höhe wird je nach Quelle zwischen 20 und 22 Millionen Euro beziffert.
Zur Erinnerung: Der BVB überwies 2024 rund 25 Millionen Euro an Manchester City, nachdem die Kaufpflicht aus der ursprünglichen Leihe gegriffen hatte. Rechnerisch geht die Sache also fast auf. Sportlich hat sie das nie getan.
62 Pflichtspiele, kein Stammplatz – und ein mögliches Wiedersehen
Couto kam in zwei Jahren auf 62 Pflichtspiele für Schwarz-Gelb. Der Durchbruch blieb aus. In der vergangenen Saison standen 27 Einsätze zu Buche, verteilt auf gerade einmal 1501 Minuten, dazu drei Tore und drei Vorlagen. Julian Ryerson blieb rechts gesetzt, Couto blieb Alternative.
Bei Como könnte das anders laufen. Cesc Fàbregas führte den Aufsteiger in der Vorsaison auf Platz vier der Serie A und damit in die Champions League. Der Trainer lobte Couto öffentlich für dessen Mut und Technik – und für die Optionen, die er auf der rechten Seite eröffnet.
Und weil auch der BVB in der Königsklasse spielt, ist ein Aufeinandertreffen in der Ligaphase nicht ausgeschlossen. Ausgerechnet.
Dortmund sucht derweil einen neuen Backup für Ryerson. Die Kaderplanung ist mit diesem Abgang also noch nicht abgeschlossen.