Frankfurt hat aus Ekitiké und Marmoush gelernt: früh kaufen, geduldig entwickeln, teuer verkaufen. Pimpong passt exakt in dieses Muster – nur dass er schon jetzt trifft, statt erst in zwei Jahren.

Doppelpack in Gießen, Blitztor gegen den FSV
Beim 7:1 in Gießen traf der Däne zweimal in der zweiten Halbzeit, in der 57. und der 69. Minute. Zuvor hatte er bereits Pfosten und Latte getroffen. Über rechts harmonierte er auffällig gut mit dem eingewechselten Ansgar Knauff.
Am Mittwoch dann das Stadtduell beim FSV Frankfurt. 5:1, fünftes Testspiel, fünfter Sieg. Pimpongs Treffer fiel Sekunden nach dem Wiederanpfiff. Ein Stürmer, der sofort da ist, wenn der Ball rollt – die Sorte Spieler, die Trainer mögen.
Warum die Eintracht trotzdem auf die Bremse tritt
Sportdirektor Timmo Hardung hat den Ton schon bei der Verpflichtung gesetzt: behutsam heranführen, Entwicklung gezielt fördern, Stabilität geben. Der Grund liegt auf der Hand. Pimpong hat in seiner Karriere noch kein Profispiel bestritten. Zweimal saß er bei Midtjylland im Europa-League-Kader, mehr nicht.
Was er mitbringt, sind Zahlen aus dem Nachwuchs, die aufhorchen lassen: 30 Tore in 46 U19-Partien innerhalb von zwei Spielzeiten, davon 20 Treffer in nur 26 Spielen der dänischen U19-Liga 2025/26. Dazu vier Tore in der UEFA Youth League, eines gegen den Kölner Nachwuchs. Für Dänemarks U17, U18 und U19 kommt er auf 24 Einsätze und zwölf Tore, mehrfach als Kapitän.
Und die Nebengeschichten stimmen auch. 1,90 Meter groß, Sohn des früheren ghanaischen Nationalspielers Razak Pimpong. Sein Lieblingsteam an der Konsole als Kind: Eintracht Frankfurt.
Am Samstag testet die Eintracht in London gegen Brentford, danach steht am 21. August das erste Pflichtspiel an – DFB-Pokal beim Oberligisten SC St. Tönis. Spätestens dort wird man sehen, wie ernst Hütter das mit dem Behutsamen meint.