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Neue Schiri-Regeln vor dem Ligastart: Wo der Ärger schon programmiert ist

Dennis Buchbauer
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Am Freitag startet die 2. Bundesliga, drei Wochen später das Oberhaus. Im Gepäck: ein Regelpaket, das den Schiedsrichtern das Zählen beibringt und den Spielern die Ausreden nimmt. Ganz unumstritten ist es nicht — der Widerstand kam nur aus einer anderen Ecke als erwartet.

Die spannendste Zahl der ersten Spieltage wird nicht die Nachspielzeit sein, sondern die Zahl der Ecken, die aus verzögerten Abstößen entstehen. Genau da entscheidet sich, ob die Regel greift oder ob die Schiedsrichter sie nach vier Wochen stillschweigend weglassen. Kontrolle über den Ablauf ist das eine, Kontrolle über 90 Minuten Spielrhythmus das andere.

Sportwettenexperte & Autor
Dennis Buchbauer

Countdown, Zehn-Sekunden-Frist, Zwangspause: Das gilt ab sofort

Verzögert ein Team Abstoß oder Einwurf, zeigt der Schiedsrichter einen Fünf-Sekunden-Countdown. Läuft der ab, gibt es eine Ecke gegen die verzögernde Mannschaft beziehungsweise einen Wechsel des Einwurfrechts. Bei Auswechslungen bleiben zehn Sekunden, um das Feld zu verlassen. Wer trödelt, zwingt seinen Ersatzmann zum Warten — mindestens eine Minute, und dann erst bei der nächsten Unterbrechung.

Der heikelste Punkt betrifft Verletzungen. Wer auf dem Platz behandelt wird oder eine Unterbrechung verursacht, muss runter und eine Minute draußen bleiben. Ausnahmen gibt es unter anderem für Torhüter. Wer schon einmal gesehen hat, wie ein Team in Unterzahl eine Ecke verteidigt, ahnt, welche Szenen daraus entstehen können.

Wo der Ärger tatsächlich liegt

Die Klubs haben mitentschieden — und Teile des Pakets abgelehnt. Am 27. Juli einigten sich DFB, DFL und Bundesligisten darauf, falsch gegebene Ecken weiter außerhalb des VAR-Protokolls zu lassen. Die in England getestete Torwart-Regel, bei der nach einer Torhüterbehandlung ein Feldspieler hinausmuss, kommt in Deutschland ebenfalls nicht. Feste Trinkpausen nach WM-Vorbild: gestrichen.

Kritik gibt es trotzdem. ZDF-Experte Thorsten Kinhöfer nennt Teile der Neuerungen „nicht vernünftig”. Die praktische Sorge trifft vor allem die Amateurebene: Ein Einzelschiedsrichter auf Kreisebene zählt künftig bei Abstoß, Einwurf, Auswechslung und Torwart-Ballbesitz gleichzeitig — und soll nebenbei das Spiel leiten.

Bleibt die Frage, die jede Regeländerung seit Jahren begleitet. Wird sie im Dezember noch genauso gepfiffen wie am ersten Spieltag?

Dennis Buchbauer

Hi, ich bin Dennis – Experte für Predictive Analytics und Sportwetten. Seit über 10 Jahren beschäftige ich mich intensiv mit Sportwetten und der Frage, wie sich Daten in fundierte Vorhersagen verwandeln lassen. Auf Wette.de bin ich für die Testberichte sowie die Sportwetten-Strategien zuständig. Jeden Wettanbieter teste ich aus echter Spielersicht – ich schaue mir nicht nur die Webseite an, sondern wette tatsächlich selbst. Mein Hintergrund in Consumer Behavior Prediction und Event Forecasting fließt dabei direkt in meine Analysen und Wetttipps ein.