Schalke kauft hier Flexibilität zum Restwertpreis. Rechte Schiene, Achter, beide Flügel — Muslic bekommt für eine Million einen Spieler, der drei Positionen abdeckt. Die Frage ist nur, wie viele Spiele davon am Stück gehen. Ebimbes Verletzungsakte ist der eigentliche Grund, warum diese Summe so klein ist.

Eine Million fix, 25 Prozent Nachschlag: die Konstruktion des Deals
Sky-Reporter Florian Plettenberg berichtet von einer fixen Million für die Eintracht, dazu Boni bis rund 1,3 Millionen und einer Weiterverkaufsbeteiligung von 25 Prozent. BILD nennt niedrigere Zahlen: rund 700.000 Euro fix, Beteiligung zwischen 15 und 20 Prozent. Einig sind sich alle bei der Größenordnung — und beim Vertrag: bis 2028, mit Option auf ein weiteres Jahr.
Der Medizincheck ist angesetzt, die offizielle Verkündung steht noch aus. Fehlt nur die finale Freigabe aus Frankfurt.
Warum die Eintracht 5,5 Millionen abschreibt
Ebimbes Vertrag lief nur noch bis 2027. Ein Jahr Restlaufzeit, keine Rolle in Adi Hütters Planung — da schrumpft der Verhandlungsspielraum auf null. Hinzu kommt die Vorgeschichte: Stade Brest lieh ihn für 2025/26 aus, ließ die kolportierte Kaufoption über sieben Millionen aber verstreichen. 27 Ligue-1-Spiele, fünf Tore, kein Anschlussgeschäft. Wer danach noch drei Millionen fordert, verhandelt gegen den Markt.
Hütter machte nach dem Testspiel gegen Waldhof Mannheim klar, dass der Kader zu groß ist. Laut BILD stehen sieben Namen auf der Streichliste. Die 25-Prozent-Klausel ist Frankfurts Absicherung für den Fall, dass Ebimbe auf Schalke wieder der Spieler wird, der 2022/23 unter Oliver Glasner 15 Tore und acht Vorlagen in 85 Pflichtspielen sammelte.
Für Schalke kam der Vorstoß aus der Not. Robin Gosens und Dejan Ljubicic verletzten sich am Wochenende, der fast fertige Lindström-Deal mit Napoli platzte am Montag. Miron Muslic braucht Außenbahnen, sofort. Ein Aufsteiger, der 85 Bundesliga-Spiele Erfahrung für den Preis eines Drittliga-Stürmers bekommt, muss nicht lange rechnen.