Eine Rückkaufklausel über 55 bis 60 Millionen bedeutet: Leipzig zahlt 40, entwickelt zwei Jahre lang, und Arsenal holt ihn im besten Fall zum Freundschaftspreis zurück. Für RB rechnet sich das trotzdem — nur eben sportlich, nicht als Handelsgeschäft. Wer das Modell nicht mag, sollte sich anschauen, wie es bei Diomande gelaufen ist.

40 Millionen, 45 Millionen Deckel: Warum die Summe passt
Der italienische Journalist Carlo Pellegatti, in Milan-Fragen gut vernetzt, berichtet auf seinem YouTube-Kanal von fortgeschrittenen Gesprächen zwischen Arsenal und Leipzig. Größenordnung: 35 bis 40 Millionen Euro. Arsenal ruft laut englischen Berichten mehr als 35 Millionen auf.
Dass RB genau in dieser Klasse zuschlagen kann, hat einen Grund. Sky Germany meldete jüngst, dass Leipzig in diesem Sommer für keinen einzelnen Spieler mehr als 45 Millionen ausgeben will. Nwaneri liegt knapp darunter. Dazu kommt der erwartete Erlös aus dem Wechsel von Yan Diomande zu Real Madrid, der als so gut wie fix gilt. Ersatz für den Ivorer wäre Nwaneri gleich mit.
Milan wartet auf Leão — Arsenal auf die Klausel
Die Konkurrenz kommt aus Mailand, aber mit gebundenen Händen. Milan hat Kontakt aufgenommen, könnte die Summe laut Pellegatti aber erst nach einem Leão-Verkauf stemmen. Ein Sommer-Poker, den Leipzig gar nicht mitspielen muss.
Bleibt Arsenals Bedingung. Die Londoner wollen eine Rückkaufklausel über kolportierte 55 bis 60 Millionen, gültig nach ein bis zwei Jahren. Verständlich bei einem Spieler, der mit 15 Jahren und 181 Tagen als jüngster Debütant der Premier-League-Geschichte auflief und 2024/25 neun Tore in 37 Pflichtspielen erzielte.
Der Haken an der Sache: Nwaneri hat noch vier Jahre Vertrag, Arsenal muss nichts überstürzen. In der Vorbereitung traf er gegen MK Dons, Mikel Arteta soll ihm mehr Spielzeit geben wollen. Die Leihe nach Marseille — neun Ligue-1-Einsätze nach dem De-Zerbi-Abgang — war ein verlorenes halbes Jahr. Ob Leipzig davon profitiert oder Arsenal daraus lernt, entscheidet sich in den nächsten Tagen.