Es hätte so einfach sein können. Romano Schmid schoss Österreich in der 20. Minute mit einem Traumtor in Führung – rechts oben, unhaltbar, Stehplatztribüne im Ausnahmezustand. Doch dann wurde es kompliziert. Sehr kompliziert. Zwei Stunden Herzschlag-Fußball später stand es 3:1. Der Weg dorthin war alles andere als gerade.
Österreich hat verdient gewonnen, aber die hätten sich das auch einfacher machen können. Das aberkannte Tor war natürlich bitter – aber dann kriegst du ein Eigentor und einen Elfmeter, also irgendwie hat das Karma mitgespielt. Romano Schmid war überragend. Der ist einer, den man jetzt auf dem Zettel haben muss.
Schmids Traumtor – der perfekte Start
Romano Schmid. 20. Minute. Etwa 16 Meter Torentfernung. Ein Schuss, der so nicht ins Drehbuch gehört – weil er einfach zu gut ist. Der Werder-Bremen-Profi zog ab und traf den Ball so perfekt, dass Jordaniens Keeper keine Chance hatte. Der Ball schlug oben rechts ein. 1:0. Santa Clara tobte. Österreich wirkte locker, kombinierend, gefährlich – ein ÖFB-Team, das man so nicht kannte.
Jordanien kämpft zurück – der Ausgleich
Doch Jordanien, der krasse Außenseiter, ließ sich nicht abschütteln. Ali Olwan übernahm die Initiative, tankte sich in den Strafraum und schoss aus rund 14 Metern präzise ins lange Eck. 1:1. Österreich wirkte kurz erschrocken, das Stadion plötzlich ruhiger. Jordanien hatte gezeigt: So einfach werden wir nicht schlagen.
Das 2:1 – und der Schiedsrichter pfeift
Österreich schüttelte sich und antwortete. Ein Tor fiel – doch der Jubel wurde jäh unterbrochen. Der VAR meldete sich, der Schiedsrichter schaute auf den Monitor, und die Entscheidung war eindeutig: Handball. Das Tor zählte nicht. Groß war der Frust auf österreichischer Seite, das Stadion kochte – doch das Regelwerk war klar.
Eigentor und Elfmeter retten das Spiel
Was folgte, war österreichischer Sturmlauf. Sabitzer zirkelte einen Eckball von links in den Strafraum, Arnautović ging zum Kopfball – und Al Arab lenkte den Ball unglücklich ins eigene Netz. 2:1. Österreich wieder vorne. Dann der Elfmeter: Ein Foul im Strafraum, klar für den ÖFB, und der Schütze blieb eiskalt – 3:1 und Endstand. Österreich marschiert.
Fazit: Wichtige drei Punkte mit Lehrstunden
Österreich gewinnt sein WM-Auftaktspiel – und das ist das Entscheidende. Die Nervenstärke nach dem aberkannten Tor, das Festhalten an der eigenen Spielidee, und das klinische Ausnutzen der Möglichkeiten: Das ist die Visitenkarte eines Teams, das bei dieser WM mehr als nur mitspielen will. Schmid ist der Mann der Stunde. Ralf Rangnick dürfte zufrieden schlafen.