Das Champions League Halbfinale war nicht nur unglaublich unterhaltsam, es war rein fußballerisch auch das Beste, was der Weltfußball aktuell zu bieten hat. Spanned auch: Große Blöcke der Nationalmannschaften von Deutschland und Frankreich stehen gegenüber. Das Rückspiel nächste Woche kann also ein Inidkator werden, wer auch im Sommer die Nase vorne hat.
Musiala zurück, Kimmich und Tah am Limit – DFB-Signale aus dem Parc des Princes
Das Positive zuerst: Jamal Musiala ist zurück. Sein Auftritt gegen PSG war das erste große internationale Statement nach seiner schweren Wadenbein-Verletzung. Er hielt der physischen Gangart von Kvaratskhelia und Dembélé stand, gewann Zweikämpfe, blieb bis zum Abpfiff auf dem Platz. Für die Nationalmannschaft ist das eine enorme Erleichterung – Musiala ist nicht ersetzbar, und jeder weiß das.
Weniger beruhigend: Joshua Kimmich und Jonathan Tah wirkten in der Schlussphase schlicht platt. PSGs Tempogegenstöße in den letzten zwanzig Minuten liefen mehrfach durch die Bayern-Defensive wie durch offene Türen. Das ist kein Vorwurf – es ist eine Diagnose. Die Taktfrequenz dieser Saison hinterlässt Spuren. Und bis zum WM-Auftakt von Deutschland 2026 sind es keine drei Monate mehr.
Kadernominierung verschoben, Havertz fraglich – Nagelsmann spielt auf Zeit
Der DFB hat die offizielle Kadernominierung vom 12. Mai auf den 21. Mai verschoben. Neun Tage. Klingt nach Verwaltungsakt, ist aber ein klares Zeichen: Die Personallage ist angespannt. Kai Havertz kämpft um seine Fitness, Serge Gnabry ist mit einem Adduktorenausriss raus. Ohne Havertz fehlt dem deutschen Angriff die Physis gegen tiefstehende Gegner – das ist keine Meinung, das ist Erfahrungswert aus den letzten zwei Jahren.
Und dann ist da noch das Rückspiel. Kommende Woche, München, Allianz Arena. Gegen ein PSG, das mit Ousmane Dembélé und einem kollektiv hochkochenden Selbstvertrauen anreist. Frankreichs WM-Kader ist im gleichen Halbfinale vertreten – Bradley Barcola, Dembélé, Kvaratskhelia. Für Deutschland spielt die Bayern-Achse. Das Rückspiel ist damit mehr als Champions League. Es ist ein inoffizieller Stimmungstest: Wer geht stabiler in den Sommer?
Die Antwort könnte Nagelsmanns letzte Planungsentscheidungen beeinflussen. Das WM-Basecamp in Winston-Salem steht. Der Flug geht am 2. Juni. Was noch nicht feststeht: Wer fit genug ist, um dabei zu sein.