Die USA haben bei dieser WM beides: die Infrastruktur, den Heimvorteil – und ein Nationalteam, das die Welt regelmäßig unterschätzt. Jetzt spielen sie in ihrem eigenen Land vor Zehntausenden eigenen Fans. Ist das ein Vorteil? Ja. Reicht das für weit mehr als das Achtelfinale? Das ist die eigentliche Frage.
Die USA werden unterschätzt. Immer. Das ist kein Fehler – das ist Strategie. Wer gegen Amerika denkt, das ist ein Selbstläufer, wacht oft böse auf. Mit Heimvorteil, Pulisic in Form und einer Mannschaft ohne Komplexe ist da durchaus ein Viertelfinale drin. Das ist keine Überraschung. Das ist Realität.
Der Heimvorteil: Mehr als nur Applaus
Die USA spielen vor 60.000 bis 80.000 Menschen, die nicht neutral sind. Jedes Stadion wird ein Heimspiel sein. Beim Copa América 2024 im eigenen Land schaffte es die USA bis ins Halbfinale – kein Zufall, sondern das Resultat eines starken Heimturnier-Effekts kombiniert mit einer strukturierten Mannschaft.
Was die USA können – und was nicht
Christian Pulisic bei AC Milan ist momentan einer der konstantesten Spieler in der Serie A. Tyler Adams im Mittelfeld ist körperlich stark, pressingintensiv. Das ist kein Kader, der die WM gewinnt – aber ein Kader, der jeden in der Gruppenphase und im Achtelfinale ärgern kann. Ab dem Viertelfinale, wenn individuelle Klasse entscheidet, wird es eng.
Mein Tipp: Viertelfinale – wenn die Auslosung passt
Gruppenphase überstehen? Sicher. Achtelfinale? Wahrscheinlich. Viertelfinale? Möglich. Danach endet das Märchen des Gastgebers, und der Fußball übernimmt das Kommando. Weltmeister werden die USA noch nicht. Aber es wird laut sein in New York, Los Angeles und Dallas. Das allein ist es wert.