48 Teams. Sieben Spiele bis zum Titel. Mehr Außenseiter als je zuvor – und trotzdem ist der Favoritenkreis am Ende überschaubar. Spanien vorne. Argentinien knapp dahinter. Und dann kommt eine Lücke, die für alle anderen etwas unbequem ist.
Spanien ist mein Tipp. Die sind seit der EM 2024 in einer Form, die andere Nationen schlicht nicht erreichen. Konsistent, taktisch ausgereift, ohne echte Schwachstelle. Argentinien ist gefährlich, aber Messi ist 38. Für Deutschland sage ich: Viertelfinale bis Halbfinale, vielleicht mehr. Aber Weltmeister? Noch nicht.
Spanien: Warum sie Favorit Nummer 1 sind
Spanien geht mit rund 22 Prozent Titelchance laut aktuellen Wettquoten als stärkster Kandidat ins Turnier. Die Spanier haben seit dem EM-Triumph 2024 eine Generation aufgebaut, die taktisch gereift, athletisch top und individuell exzellent besetzt ist. Yamal, Morata, Pedri, Olmo – das ist eine Mannschaft, die weiß, was sie will.
Argentinien: Titelverteidiger mit Verfallsdatum?
Argentinien kommt mit rund 20 Prozent Titelchance. Messi ist 38. Die Mannschaft ist eingespielt, Emiliano Martínez im Tor Weltklasse. Argentinien kann dieses Turnier gewinnen. Ob es der richtige Zeitpunkt ist, ist eine andere Frage.
Frankreich, England, Deutschland: Das Mittelfeld der Giganten
Frankreich hat Mbappé. England hat eine Generation, die seit Jahren auf diesen Moment wartet. Deutschland hat Wirtz, Musiala und ein System, das unter Nagelsmann funktioniert. Alle drei können das Finale erreichen. Alle drei können auch im Viertelfinale rausfliegen.
Der Geheimtipp: Norwegen und Haaland
Norwegen ist erstmals seit 1998 wieder bei einer WM – und kommt mit dem besten Mittelstürmer der Welt. Erling Haaland ist in einer Form, die das Wort “unmenschlich” rechtfertigt. Wettquoten um die 35:1 klingen utopisch. Oder wie eine sehr lohnende Wette.