Home » News » Beide hauptkaempfer mit bruchverdacht lange sperren nach ufc sacramento

Beide Hauptkämpfer mit Bruchverdacht: Lange Sperren nach UFC Sacramento

Dennis Buchbauer
Offenlegung
Wir verwenden Affiliate-Links in unseren Inhalten. Wenn Sie auf diese Links klicken, erhalten wir möglicherweise eine Provision - ohne zusätzliche Kosten für Sie. Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich mit unseren Allgemeinen Geschäftsbedingungen und unserer Datenschutzrichtlinie einverstanden.

Wer den Hauptkampf von UFC Sacramento gesehen hat, ahnte schon während der fünf Runden, dass beide Männer danach nicht sofort wieder in den Käfig zurückkehren würden. Am Montag lieferte die kalifornische Athletikkommission die Bestätigung: Gregory Rodrigues und Anthony Hernandez stehen beide auf der Liste mit einer möglichen 180-Tage-Sperre.

Der Grund ist in beiden Fällen ein Bruchverdacht. Bei Sieger Rodrigues geht es um das rechte Bein, bei Hernandez um das linke Knie. Bis ein Arzt die Freigabe erteilt, darf keiner von beiden antreten – und das kann sich im schlimmsten Fall bis ins kommende Frühjahr ziehen.

Medizinische Sperren nach einem Krieg über fünf Runden sind für Wetten wichtiger, als viele denken. Wer nach so einem Kampf zurückkommt, ist selten derselbe Kämpfer wie davor.

Sportwettenexperte & Autor
Dennis Buchbauer

Was die Kommission veröffentlicht hat

Die California State Athletic Commission gab am Montag die medizinischen Sperren nach der Veranstaltung vom 22. August im Golden 1 Center in Sacramento bekannt. Rodrigues hatte den Hauptkampf im Mittelgewicht einstimmig nach Punkten gewonnen, zahlt dafür aber offenbar einen hohen körperlichen Preis.

Neben der 180-Tage-Regelung erhielt er zusätzlich eine Sperre über 45 Tage, ein 30-tägiges Kontaktverbot im Training sowie die obligatorische siebentägige Pause. Für Hernandez gilt exakt derselbe Katalog. Der Verlierer hatte im Kampfverlauf mehrere schwere Lowkicks kassiert, die ihn wiederholt von den Beinen holten.

Er war nicht der Einzige mit schwerwiegendem Befund. Marquel Mederos steht trotz eines K.-o.-Sieges mit dem Verdacht auf einen Bruch der rechten Augenhöhle auf der 180-Tage-Liste. Bei Larryan Douglas bestätigte Coach Cub Swanson den Bruch der rechten Augenhöhle direkt nach dem Kampf. Elise Reed, die den Abend eröffnet hatte, erhielt wegen des Verdachts auf einen Nasenbruch dieselbe Einstufung.

Die 180-Tage-Einstufung ist dabei kein Urteil, sondern eine Vorsichtsmaßnahme. Sie greift immer dann, wenn ein Bruch nicht ausgeschlossen werden kann, und endet vorzeitig, sobald ein Arzt Entwarnung gibt. In der Praxis bedeutet sie trotzdem: Terminplanung ist für die betroffenen Athleten auf unbestimmte Zeit unmöglich.

Der Rest der Karte kommt vergleichsweise glimpflich davon

Deutlich kürzer fallen die Sperren für den Rest des Abends aus. Vitor Petrino und Reinier de Ridder stehen bei den üblichen sieben Tagen. Serghei Spivak, Roman Dolidze, Mason Jones und Jeisla Chavez erhielten jeweils 45 Tage, wobei die letzten drei Fälle jeweils auf TKO-Niederlagen zurückgehen. Anthony Wint muss 60 Tage pausieren oder auf eine ärztliche Freigabe warten.

Auffällig ist dennoch die Häufung schwerer Befunde auf einer einzigen Karte. Fünf Athleten mit potenziellen Frakturen an einem Abend ist überdurchschnittlich viel – und ein Hinweis darauf, wie hart in Sacramento tatsächlich gekämpft wurde.

Rodrigues nutzte die Zeit nach dem Sieg trotzdem für eine Ansage und forderte Dricus du Plessis oder Khamzat Chimaev heraus. Hernandez wiederum warf seinem Gegner vor, im Hauptkampf an den Handschuhen gezogen zu haben. Beides sind Nebenschauplätze, solange die Ärzte nicht grünes Licht geben.

Für die Matchmaker der UFC ist das eine unangenehme Nachricht. Ein Mittelgewichts-Hauptkampf, der beide Beteiligten für Monate aus dem Verkehr zieht, reißt gleich zwei Lücken in die Rangliste einer ohnehin dünn besetzten Gewichtsklasse.

Wettblick: Warum solche Meldungen Kurse verschieben

Für Wettende auf MMA sind medizinische Sperren eine der unterschätztesten Informationsquellen überhaupt. Sie erscheinen Tage nach dem Kampf, wenn die öffentliche Aufmerksamkeit längst weitergezogen ist, und sie sagen mehr über den Zustand eines Kämpfers aus als jede Pressekonferenz.

Konkret heißt das: Rodrigues wird trotz seines Sieges frühestens im Winter wieder ernsthaft ins Gespräch kommen, eher später. Wer ihn in Zukunftsmärkten auf einen Titelkampf oder ein bestimmtes Event spielt, sollte diese Verzögerung einkalkulieren. Bei Hernandez kommt hinzu, dass eine Knieverletzung für einen Kämpfer mit seinem Ringer-Profil besonders unangenehm ist – seine Herangehensweise lebt von Takedowns und Druck.

Und noch eine Faustregel gilt: Wer nach einem Fünfrunden-Krieg mit Frakturverdacht zurückkommt, tut das häufig nicht auf demselben Niveau. Die Buchmacher preisen den Namen ein, nicht den Kilometerstand. Genau in dieser Lücke liegt für aufmerksame Beobachter regelmäßig der Wert.

Dennis Buchbauer

Hi, ich bin Dennis – Experte für Predictive Analytics und Sportwetten. Seit über 10 Jahren beschäftige ich mich intensiv mit Sportwetten und der Frage, wie sich Daten in fundierte Vorhersagen verwandeln lassen. Auf Wette.de bin ich für die Testberichte sowie die Sportwetten-Strategien zuständig. Jeden Wettanbieter teste ich aus echter Spielersicht – ich schaue mir nicht nur die Webseite an, sondern wette tatsächlich selbst. Mein Hintergrund in Consumer Behavior Prediction und Event Forecasting fließt dabei direkt in meine Analysen und Wetttipps ein.