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Titelkampf fix! Doch der wütendste Mann im Schwergewicht boxt gar nicht mit

Dennis Buchbauer
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Am 29. August boxen Moses Itauma und Filip Hrgović in der Londoner O2 Arena um den vakanten IBF-Schwergewichtstitel – doch der laute Ärger kommt gerade von einem Mann, der gar nicht im Ring steht.

Itauma bekommt mit 21 einen WM-Kampf gegen den härtesten Gegner seiner Karriere, und die Verbände haben den Weg dorthin mit Geld freigeräumt. Sportlich ist Hrgović der erste echte Prüfstein – vierzehn Aufbaukämpfe sagen über ein Kinn wenig aus.

Sportwettenexperte & Autor
Dennis Buchbauer

Sanchez tritt zurück, Itauma jagt einen Tyson-Rekord

Oleksandr Usyk legte im Juni alle Gürtel nieder. Die WBC beförderte Agit Kabayel, die WBA rückte Murat Gassiev auf. Der IBF-Titel blieb als einziger offen – und im Weg stand Pflichtherausforderer Frank Sanchez.

Promoter Frank Warren löste das Problem mit einem Scheck. Queensberry zahlte dem Kubaner eine Step-aside-Gebühr, im Gegenzug erhält Sanchez den Sieger. Sein Manager Mike Borao bestätigte gegenüber Sky Sports die Bedingung: binnen sechs Monaten, ohne Zwischenkämpfe. Damit waren Itauma und Hrgović die bestplatzierten verfügbaren IBF-Anwärter.

Für Itauma steht viel auf dem Spiel. Der 21-Jährige aus Kent ist 14-0 mit zwölf vorzeitigen Siegen und stoppte im März als Erster den zähen Jermaine Franklin. Gewinnt er, wird er nach Mike Tyson der zweitjüngste Schwergewichts-Weltmeister der Geschichte. Hrgović bringt 20-1 mit, seine einzige Niederlage kassierte er 2024 gegen Daniel Dubois.

Millers Wut: „Irgendjemand muss dafür geradestehen”

Der eigentliche Aufreger spielt sich parallel ab. Die WBA hatte Jarrell Miller in ihrem Juli-Ranking als offiziellen Pflichtherausforderer geführt – und diese Einstufung Tage später als „versehentlichen Fehler” zurückgenommen. Offizieller Pflichtherausforderer sei allein Itauma. Millers Sieg über Lenier Peró im April sei kein finaler Ausscheidungskampf gewesen.

Miller reagierte auf Instagram mit einer wütenden Botschaft an WBA-Präsident Gilberto Mendoza. Er habe Konventionen besucht, Sanktionsgebühren gezahlt, den Prozess respektiert – und der Peró-Kampf sei ihm klar als finaler Eliminator präsentiert worden. Jetzt heiße es plötzlich, es habe sich um einen Fehler gehandelt. Irgendjemand müsse dafür geradestehen.

Eine Klage hat Miller nicht angekündigt. Die WBA hat bis heute nicht erklärt, wem der Fehler unterlief. In US-Medien fiel dazu der Verweis auf den Muhammad Ali Boxing Reform Act, der Verbände zur Transparenz bei Rankings verpflichtet – bislang bleibt das eine theoretische Option.

Miller steht nun auf Rang zwei, direkt hinter Itauma. Und Itauma boxt am Samstag um einen ganz anderen Gürtel.

Dennis Buchbauer

Hi, ich bin Dennis – Experte für Predictive Analytics und Sportwetten. Seit über 10 Jahren beschäftige ich mich intensiv mit Sportwetten und der Frage, wie sich Daten in fundierte Vorhersagen verwandeln lassen. Auf Wette.de bin ich für die Testberichte sowie die Sportwetten-Strategien zuständig. Jeden Wettanbieter teste ich aus echter Spielersicht – ich schaue mir nicht nur die Webseite an, sondern wette tatsächlich selbst. Mein Hintergrund in Consumer Behavior Prediction und Event Forecasting fließt dabei direkt in meine Analysen und Wetttipps ein.