Mancini holt sich zurück, was 2021 funktioniert hat: Oriali, Bonucci, vertraute Gesichter. Nostalgie gewinnt allerdings keine Spiele gegen Frankreich und Belgien. Der Stab ist das kleinere Problem – Italien fehlt seit Jahren ein Stürmer, der 15 Länderspieltore macht.

Der Stab steht: Bollini als Vize, Oriali zurück
Die FIGC machte es am Donnerstag offiziell. Alberto Bollini, zuletzt Trainer der italienischen U19, wird Co-Trainer. Als technische Mitarbeiter kommen Bonucci, Antonio Gagliardi und Massimo Maccarone dazu. Lele Oriali, Weltmeister von 1982, kehrt als Team Manager zurück – eine Rolle, die er bereits unter Mancini und unter Conte ausgefüllt hat.
Für Bonucci ist es weniger Neuanfang als Fortsetzung. Der 39-Jährige gehörte schon unter Gennaro Gattuso zum Trainerteam. Laut Corriere dello Sport soll er sich künftig schwerpunktmäßig um ruhende Bälle kümmern.
Nations League gegen Frankreich und Belgien als Härtetest
Die Verbindung zwischen Mancini und Bonucci reicht weit zurück. Über 100 Länderspiele, dazu das Finale von Wembley 2021, in dem Bonucci gegen England den Ausgleich erzielte. Italien gewann im Elfmeterschießen.
Der Kontrast zur Gegenwart ist brutal. Nach der verpassten WM-Qualifikation musste Gattuso gehen, Mancini übernahm im Sommer nach seinem Abschied von Al Sadd in Katar. Ab dem 21. September wird in Coverciano gearbeitet.
Danach wartet die Nations League. Türkei, Frankreich, Belgien. Ein Startprogramm, das keine Eingewöhnungsphase vorsieht.